Spa Portraits

Mama Spa. Ein klassisches Kosmetikinstitut mit veralteter Einrichtung und angestaubten Kosmetikregalen findet man hier nicht. Das Mama Spa von Christina Haneberg in der Stuttgarter Innenstadt ist ein hippes Beautyrefugium.

Damals als Christina Haneberg, Gründerin des Mama Spa, mit ihrem ersten Kind schwanger war, suchte sie verzweifelt nach einem Spa, das Behandlungen für den geplagten Rücken auch und gerade für werdende Mütter anbietet – leider ohne Erfolg. Daraus entstand die Idee, ein Day Spa zu eröffnen, das sich nicht nur, aber auch auf die Bedürfnisse von schwangeren Frauen spezialisiert. Die eigentlich fachfremde Christina Haneberg war zu jener Zeit noch als Eigentümerin fürihr Modelabel tätig als sie sich entschied, der Modewelt den Rücken zu zukehren und ins Spa-Geschäft einzusteigen. So eröffnete sie im Juni 2011 das erste Mama Spa im Herzen von Stuttgart. Einzigartig sollte es sein, auf keinen Fall langweilig und die moderne Frau von heute ansprechen. In Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Inneneinrichtern Cyrus Ghanai und Joerg Heinrich entstand eine „corporate architecture“, die an eine Mischung aus Boudoir und der Welt von Alice im Wunderland erinnert. Ghanai + Heinrich Interiorpartners verfügt über einen großen Erfahrungsschatz im Bereich Bäder, Badausstellungen und Gastronomie, weshalb die architektonischen Lösungen und das Interiordesign dennoch funktional sind und die Räumlichkeiten optimal nutzen.

Mit professioneller Hilfe

Bei der Ausarbeitung des Spa-Menüs stand der Inhaberin eine befreundete Spa-Managerin zur Seite. In den Anfangsjahren arbeitete sie zudem mit speziellen kosmetischen Produkten und Tees einer Marke, die von einer Hebammen gegründet und geführt wurde.Hier erhielt sie fachliche Unterstützung für dieAusarbeitung der Schwangeren-Treatments. Abgesehen von der Kosmetikmarke Clarins, die das Angebotsportfolio für die Kabine und den Verkauf komplettiert, setzt Haneberg vor allem auf, zumindest in Deutschland, noch nicht so bekannte Marken, gerne aus dem Naturkosmetiksektor wie Bloom and Blossom, Yope und Elemental Herbology. Allewerden im Eingangs- und Verkaufsbereich zum Testen und Kaufen präsentiert. Da die Rezeption fast immer doppelt besetzt ist, können die Produkte individuell durch eine Mitarbeiterin vorgestellt werden, was zu einer Produktabverkaufsquote von etwa 15 Prozenthrt.

Liest man die Homepage oder studiert das Angebotsmenü, „The Beauty Biblegenannt, so fällt die konsequent lockere und hauptsächlich englische Wortwahl auf. Der Grund dafür ist ein verhältnismäßig große Anteil von internationalen Kundinnen, die regelmäßig das Mama Spa besuchen.

Im Fokus: die Bedürfnisse der Schwangeren

Nach Betreten des Eingangs-, Rezeptions- und Verkaufsbereichs, wird die Kundin beim ersten Besuch von ihrer persönlichen „Sparette" (so werden hier die Mitarbeiterinnen genannt) abgeholt und in den Umkleidebereich geführt. Jede Kundin erhält den Schlüssel zu einem Spint, der den Namen einer berühmten Diva trägt. Alles ganz ladylike!Das Mama Spa versteht sich als Hang-out von und für Frauen, Mädchen, Mütter und Freundinnen, deshalb hat man sich in der Ansprache für ein herzliches Du entschieden. In einen schicken, pinkfarbenen Bademantel gehüllt,nnen dann die Treppen zu den im 2. und 3. Stock gelegenen Behandlungsräumen und dem Day Spa sowie Ruhe-Bereich erklommen werden. Aktuell gibt es acht Behandlungsräume, die für Treatments zur Verfügung stehen. Im Day Spa selbst befinden sich eine Sauna, ein Tepidarium, eine Infrarotkabine und zwei Whirlpoolwannen. Außerdem laden ein separater Ruhesalon und ein Sonnendeck zum Entspannen ein.

Da 30 Prozent der Kundinnen tatsächlich Schwangere sind, sind die „Sparettes" bestens mit den Bedürfnissen werdender Mütter vertraut und routiniert im Umgang mit den Besonderheiten dieser Situation. Ein ausführliches Anamnesegespräch ist bei diesen Kundinnen sehr wichtig, um medizinische Kontraindikationen auszuschließen. Außerdem sind die speziellen Schwangeren-Treatments bereits den entsprechenden Schwangerschaftsmonaten bzw. -drittel zugeordnet. Es gibt Behandlungen für das 1. bis 3. Trimester sowie den 1.-4. Monat, den 5., 6.,7.,8. und 9. Monat sowie diverse weitere Spezialbehandlungen, auch für Jungmütter. Alle Behandlungen werden mit Produkten von Clarins durchgeführt und sind durch spezielle Liegearten sowie Massagehandgriffe auf schwangere Frauen ausgerichtet.

Von Facials bis Pediküre
Die Vorstellung der Treatments auf der Homepage oder in der „Beauty Bible" beschreibt in wenigen, zeitgemäßen Worten, was die Schwangere in diesem Monat beispielsweise sucht und wie der Ablauf des Treatments ihr dabei helfen kann. Hier werden auf eine freche Art Bedürfnisse und Lust auf die Behandlung geweckt.
Hier ein Beispiel: „8. Monat | Supersize Me! Wow! Nun bist Du tatsächlich im Doppelwhopperstadium angekommen. Es wird immer schwieriger, eine angenehme Position zu finden. Sodbrennen ist Dein ständiger Begleiter. Die Behandlung startet mit einem ausführlichen Anamnesegespräch und einem Entspannungsritual nach der Clarins Methode mit Fussmassage. Leicht und unbeschwert fühlst Du Dich im Rosensalzbad. Finale Tiefenentspannung erhältst Du im Anschluss durch ein Rückenpeeling und eine spezielle Körpermassage.Eine Handgelenksmassage hilft gegen das Karpaltunnelsyndrom.“

Es werden jedoch nicht nur Behandlungen für schwangere Frauen angeboten, das Treatmentportfolio umfasst alles, was Frau sich wünscht. Von Facials über Peelings bis hin zu Body-Bootcamp-Packages, die gerne in 5+1 Abo-Angeboten gebucht werden. Aber auch die eher kleineren Behandlungen vor allem Mani- und Pediküre – im Le Boudoir“ sind echte Bestseller. Die Pakete für Frauengruppen, die zum Beispiel einen Samstag inklusive Day Spa, Behandlungen, Catering etc. im Rahmen eines Junggesellinnenabschieds im Mama Spa verbringen möchten, werden ebenfalls häufig gebucht.

Um dieses breite Spektrum anbieten zu können, arbeiten derzeit 20 Mitarbeiterinnen in Voll- und Teilzeit im Mama Spa.Viele von ihnen sind schon seit mehreren Jahren dabei und schätzen die besondere Arbeitsatmosphäre im Spa. Christina Haneberg und ihrem Team ist die Qualität der Behandlungen sehr wichtig, weshalb zwei ihrer langjährigen Mitarbeiterinnen auch als Inhouse-Trainerinnen für Jungkolleginnen fungieren. Dafür spart die Inhaberin am Werbebudget, denn sie macht alles selbst und konzentriert sich dabei konsequent auf Social Media und Newsletter.

Erweiterung des Angebotsspektrums
Im Untergeschoss des Mama Spas befindet sich „doktor beau", ein ärztliches Institut für medizinisch-ästhetische Faltentherapie. In entspannter Atmosphäre und außerhalb einer klassischen Arztpraxis bietet die Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin Natalie Raggi minimal-invasive Unterspritzungen mit Botulinum und natürlicher Hyaluronsäure an.
Zur Zeit wird auch im Obergeschoss des Mama Spa kräftig umgebaut. Ein Bereich, der „studio beau" heißen soll, entsteht hier. Nach Fertigstellung werden spezielle medical-kosmetische Behandlungen, auch mit apparativer Unterstützung, angeboten. hrend im restlichen Mama Spa girls only“ gilt, sind im doktor beau" und „studio beau" auch Männer erlaubt.

Quelle: kosmetik & pflege Fachmagazin 3/2019

 

Yoga + Kosmetik. Marion Ernst hat ein besonderes Kosmetikinstitut. Gelegen mitten im Grünen, auf dem Gelände der ehemaligen Gartenschau in Plochingen, ist es dennoch nur fünf Minuten vom Zentrum entfernt. Die Lage passt ideal zum Stil des Instituts, zur Inhaberin sowie zum Angebot.

Ein großer verglaster Raum mit Holzboden, der sowohl als Übungsraum für Yoga und Meditation, wie auch als Empfang und Warteraum für die Kosmetik dient, heißt Kundinnen und Kunden willkommen. Davor eröffnet ein großer Balkon den Blick ins Grüne. Der Kosmetikraum hat eine hohe Decke und ist großzügig und funktional gehalten. Dies alles sorgt dafür, dass sich ein Besuch bei Marion Ernst nicht nur wie eine kleine Auszeit, sondern wie ein kurzer Urlaub anfühlt.

Seele und Haut

Doch es geht bei Marion Ernst nie „nur“ um Entspannung. Die Seele oder die Haut – oder auch beides – wird bei ihr in Balance gebracht. Und wer könnte das besser als Marion Ernst. Schon von Beginn ihrer Berufslaufbahn interessierte sie sich für die Haut, die Seele und die Wechselwirkungen. Auf die Ausbildung zur staatlich anerkannten Kosmetikerin 1994 folgte schon 1997 die Ausbildung in Reiki. Ihre Erfahrung als Kosmetikerin vertiefte sie zunächst bei einem Hautarzt, um auch die kranke Haut und die Grenzen der Arbeit von Kosmetikerinnen kennenzulernen. Dann war sie als selbstständige Kosmetikerin in der Parfümerie Gradmann in Stuttgart und Esslingen tätig. 2011 ging es mit der Familie nach Indien. Sie nutzte den Auslandsaufenthalt, um Yoga kennen und lieben zu lernen und begann eine Yogaausbildung in vyasa Swami Vivekananda, Bangalore, Indien, um diese positiven Erfahrungen weitergeben zu können. 2015 in Deutschland zurück, absolvierte eine weitere Yogaausbildung bei Ananda Yoga, Kempten.

Inspiriert durch Indien

Nach dem Indien-Aufenthalt brauchte es ein wenig Zeit, sich in Deutschland wieder richtig zurechtzufinden, doch 2016 beschloss sie, sich mit einer Kombination aus Kosmetik und Yoga wieder selbstständig zu machen,. Die Motivation dazu lieferten ihr auch zahlreiche ehemalige Kundinnen, die sie beknieten, doch endlich wieder ein Institut aufzumachen.

Auf die Räumlichkeiten wurde Marion Ernst durch eine Annonce aufmerksam. Die Räume waren zuvor Büros und die Kosmetik-Fachfrau entschied sich, diese zunächst zu renovieren und an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Anfang 2017 war es dann so weit! Zu Beginn kontaktierte die frischgebackene Institutsbesitzerin zunächst die ehemaligen Kunden. Diese brachten wiederum Bekannte mit – und diese empfahlen das Institut erneut weiter.

Das Angebot richtet sich an moderne Frauen, eher etwas jünger, die sich dafür begeistern, dass sich Marion Ernst sowohl um den Körper als auch die Seele kümmert. Es ist eine Zielgruppe, die sich nicht ausschließlich auf die Wirkung moderner Kosmetika verlassen, sondern gerne selbst etwas zu gutem Aussehen und Wohlbefinden beitragen möchte.

Das Angebot

Marion Ernst muss – wie viele Kolleginnen – Familie und Institut unter einen Hut bringen. Dies regelt sie unter anderem über entsprechende Öffnungszeiten. So ist das Institut montags nur bis 12 Uhr geöffnet, dienstags bis 15 Uhr und dann wieder abends von ca. 19 bis 21 Uhr. Mittwochs und donnerstags steht sie ihren Kundinnen und Kunden von 9 bis 19 bzw. 20 Uhr durchgehend zur Verfügung. Der Freitag ist für Büroarbeit reserviert.

Bei der Kosmetik setzt Marion Ernst in erster Linie auf die Produkte von Dermalogica. Zu der Marke kam sie durch den Tipp einer ehemaligen Kollegin aus Parfümeriezeiten, die neben den Produkten und der dahinter stehenden Philosophie auch die gute Zusammenarbeit und die Schulungen lobte. Zusätzlich bietet sie die Hydro-Care-Anwendung von Dermaceutical an – eine Variante von Microdermabrasion, die mit Wasser peelt und diese Reinigung mit pflegenden Komponenten kombiniert. Dekorative Kosmetik führt sie von Horst Kirchberger.

Yoga als Motor für die Kundenbindung

Yoga findet in der Regel in Gruppen statt. Eine Yoga-Session dauert etwa eine Stunde. Pro Woche gibt es hierfür vier Termine, zwei vormittags und zwei am Abend. Etwa zehn bis zwölf Teilnehmerinnen nehmen jeweils teil. Die Einzelstunde kostet 15 Euro pro 75 Minuten, die meisten Kundinnen nehmen jedoch die 10er-Karte für 135 Euro. Einzelunterricht kostet 65 Euro je 60 Minuten. Meditation wird zurzeit einmal pro Monat, auch wieder als Gruppenstunde angeboten. Hier kostet die Teilnahme zehn Euro pro Stunde. Zurzeit nehmen meist etwa sechs Personen teil.

Während Kosmetik von Beginn an zufriedenstellend lief, brauchte Yoga eine deutliche Anlaufzeit. Nun, nach zwei Jahren, ist es wirtschaftlich interessant und lohnt sich eigentlich doppelt, denn die Gruppenstunde bringt Kunden ins Institut. Meist kommen neue Kunden eher über Yoga zur Kosmetik als umgekehrt. Und die Kosmetik befriedigt natürlich zusätzlich das Bedürfnis nach individueller Zuwendung. Es ist also wiederum nicht nur ein Business für sich selbst, sondern schafft auch Kundenbindung fürs Yoga.

Auszeit genießen, Kraft tanken“

Der Schwerpunkt im Kosmetikangebot sind klassische Gesichtsanwendungen. Eine solche Behandlung umfasst im Institut Reinigung, Peeling, Face Mapping, Ausreinigung, Augenbrauenkorrektur, Wirkstoffkonzentrat, Gesichts und Kopfmassage sowie Abschlusspflege. Der Preis dafür liegt bei 85 Euro. Die Hydro-Care-Anwendungen kosten 115 bis 155 Euro. Der Kund(inn)enkreis setzt sich überwiegend aus Frauen zwischen 40 und 55 Jahren zusammen. Sie stammen räumlich gesehen meist aus einem Umkreis von etwa 10 bis 15 km. Ihre Motivation ist überwiegend, eine Auszeit genießen zu wollen und neue Kraft zu tanken. Die Kundinnen lassen sich, da sie ja auch gerne selbst etwas für ihr Aussehen tun möchten, meist gut von der Notwendigkeit überzeugen, zu Hause das Pflegeprogramm mit professionellen Produkten unterstützen zu müssen.

Gute Erfahrungen mit Events

Neue Kunden kommen vor allem über persönlichen Kontakt und Mund-zu-Mund-Propaganda. Großen Wert legt Marion Ernst auf Events. So nimmt sie regelmäßig am Bruckwasenfest teil. Das Fest auf dem ehemaligen Gartenschaugelände umfasst einen großen Frühlingsmarkt, Kinderprogramm, Sportaktionen und Bewirtung. Begleitet hat Marion Ernst das Fest in der Vergangenheit stets mit einem Tag der offenen Tür, da es ihr Kunden direkt vor das Studio schafft. Ein anderes wichtiges Event ist ihre Cocktailparty. Hier gibt es einen Talk über ihr Angebot, Schminken und Anwendungen durch Dermalogica sowie eine Modenschau und eine Schmuckausstellung von befreundeten Boutiquen bzw. Schmuckdesignern. Eine weitere Aktion war die Spendenaktion „Yoga mit Herz“ am World Yoga Day, dem 22. Juni 2019. Hierbei luden verschiedene Yogalehrer in die Halle eines großen Sportartikel-Discounters in Plochingen ein. Jeder durfte einfach seine Yogamatte mitbringen und mitmachen, Spenden für das Kinder und Jugendhospiz in Kirchheim waren erbeten.

Erfolgreich auch dank Authentizität

An Werbematerialien nutzt die Kosmetik-Fachfrau vor allem einen Flyer und ihre Internetseite, die sie selbst regelmäßig pflegt. Andere Werbeformen fallen dagegen kaum ins Gewicht, vor allem Social Media erweist sich ihrer Erfahrung nach schnell als Zeitfresser ohne konkreten Nutzen. Aber auch für Facebook & Co. gilt: Keine Regel ohne Ausnahme. Relativ gute Reaktionen erhält Marion Ernst für Posts in Themen-Gruppen. Nächste Projekte für Marion Ernst ist die Einführung einer Institutssoftware, um den Verwaltungsaufwand zu senken und gleichzeitig eine bessere Übersicht der Wirtschaftlichkeit der eigenen Arbeit zu bekommen.

Dass sie bei aller Zugewandtheit zu ihren Kundinnen, die ihrer tiefsten Überzeugung entspricht und aus den Tiefen ihrer Persönlichkeit kommt, den wirtschaftlichen Erfolg gleichberechtigt verfolgt, zeigen ihre Nominierungen für den Dermalogica Award 2017 und 2018. Seit ihrem Bestehen, zählte sie zu den TOP-Dermalogica Hautpflegeinstituten.

Quelle: kosmetik & pflege 3/2019

 

Wellness Oase Paradies. Es gehört eine Portion Selbstbewusstsein dazu, ein Institut mit Schwerpunkt dermatologische Kosmetik und Anti Aging Wellness-Oase Paradies zu nennen. Doch was trifft die Bedürfnisse der Menschen besser? Schließlich möchten die Kundinnen sich vor allem wohlfühlen – und dabei etwas für Aussehen und Gesundheit tun.In Connewitz, einem lebendigen Stadtviertel Leipzigs mit Gewerbe, Hochschule und Kunst, liegt das Kosmetikinstitut Wellness-Oase Paradies. Bereits 1994 startete Petra Klass-Hänsel mit ihrem ersten Institut, damals noch im eigenen Haus. Im Jahr 2000 vergrößerte sie sich auf 180 m², schon drei Jahre später erfolgte eine Erweiterung auf 300 m². Ihre Kernkompetenz sieht die gelernte Krankenschwester in der Gesichtskosmetik, doch schätzen und buchen die Kunden die ganze Breite des kosmetischen Angebots.

Jede braucht ein Ziel vor Augen“

Zum Team gehören neben ihrer Tochter noch drei Kosmetikerinnen in Vollzeit: Frau Schaffer bereichert das Team von Beginn an, also seit inzwischen 20 Jahren. Frau Schuller ist seit drei Jahren, Frau Pfaffenbach seit einem Jahr an Bord. Fluktuation entstand nur dann, wenn eine Mitarbeiterin sich beruflich anders orientieren wollte oder aber wenn ein Wegzug der Familie aus Leipzig anstand.

Petra Klass-Hänsel, die selbst aus dem Leistungssport kommt, sieht sich selbst nicht als Chefin, sondern als Teil des Teams. Sie führt über Motivation. Ihre Überzeugung dabei: „Jedes Team-Mitglied braucht ein Ziel vor Augen!“ Denn nichts sei in ihren Augen schlimmer, als wenn Mitarbeiterinnen nicht wissen, worum es geht. Bei Kosmetikerinnen kommt es ihrer Meinung nach, selbstverständlich zusätzlich zu den fachlichen Fertigkeiten, in erster Linie auf die Persönlichkeit an. Denn neben sicheren Umgangsformen muss einer Mitarbeiterin die Dienstleistung im Blut liegen. So hat jede der Kosmetikerinnen ihr Spezialgebiet, deckt aber zugleich etwa 80 Prozent des Angebots ab.

Kosmetische Themen mit den Kunden partnerschaftlich und geradlinig angehen

Auf Augenhöhe mit den Kunden

Eine Herausforderung für das Team ist es, in der Breite informiert zu bleiben. „Die Kunden sind heute deutlich informierter als noch vor Jahren“, berichtet die Kosmetik-Expertin, „und sie erwarten auf jede Frage eine qualifizierte Antwort“. Großen Wert legt die Institutsleiterin daher auf regelmäßige Fortbildungen. Hier nutzt sie die ganze Breite der Möglichkeiten: Neben Produkt- und Verkaufsschulungen durch die Partner engagiert sie auch unabhängige Trainer, beispielsweise im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Auch sie selbst lässt sich seit zehn Jahren coachen. Institutsbezogene Themen, wie etwa die Anschaffung neuer Geräte, werden meist gemeinsam besprochen.

Wichtig ist ihr die Verantwortung gegenüber ihren Kunden: „Es geht nicht darum, alles anzubieten was der Markt hergibt, sondern sich selbst treu zu bleiben.“ Dazu gehört in ihren Augen auch, Kundinnen gegebenenfalls zu einer Zweitmeinung zu raten. Zu diesem Zweck kooperiert die Kosmetik-Expertin mit zwei Hautärzten, an die sie Kundinnen in spezifischen Fragen verweist. Umgekehrt empfehlen die Ärzte denjenigen Patienten, bei denen eher keine medizinische Indikation vorliegt, an Petra Klass-Hänsels Institut. So geht sie die kosmetischen Themen mit ihren Kunden partnerschaftlich und geradlinig an, informiert, hört zu. Daher vertrauen ihr die Kunden und folgen gerne ihren Empfehlungen.

Angebot mit Augenmaß

Bei der Angebotsgestaltung herrscht Transparenz und Übersichtlichkeit. So hat Petra Klass-Hänsel für die Gesichtsanwendung drei Steps definiert:

Step 1: Die Basis

Ganz gleich für welchen Hauttyp: Hierunter fällt der Ausgangspunkt und das Fundament jeder Kosmetikbehandlung: Reinigung, Tonisierung, Ausreinigen, Peeling etc.

Step 2: Auswahl der Anwendung

Jede Anwendung enthält in der Preisliste einen Vermerk, für welchen Hauttyp sie geeignet ist. Unterschieden wird feuchtigkeitsarme, unreine/fettende, anspruchsvolle, sensible und trockene Haut.

Step 3: Die Extras

Extras sind optionale Leistungen, wie beispielsweise Ohrenkerzen, eine Enzym-Peeling-Maske, Wirkstoffkonzentrat oder Anwendungen rund ums Auge.

Das Institut als „Verwöhn-Highlight“

Mikrodermabrasion, Microneedling und Ultraschall gehören zum Angebotsspektrum an Apparativer Kosmetik. Bei den Körperanwendungen kommen die Kundinnen in den Genuss verschiedener Massagen und Wickel, können aber auch Anwendungen wie zum Beispiel ein Infrarot-Tipedarium, einen Balancer und den Divinia zur Körperformung buchen. Generell sieht Petra Klass-Hänsel in Wellnessanwendungen eine gute Ergänzung zu Gesichts- und Körperanwendungen. „Die Kunden haben auch einfach mal das Bedürfnis nach etwas Abwechslung und warum soll man dieses Bedürfnis nicht befriedigen?“ Die Wellnessanwendungen, konzipiert von der Institutsleiterin persönlich, enthalten immer eine Massage und werden gerne durch Bäder oder Packungen ergänzt. Dabei lässt sich die Fachfrau von ihren Erfahrungen in großen Wellnesshotels inspirieren und passt die Anwendungen auf ihre Verhältnisse und Möglichkeiten im Institut an. Die Benennung der Pakete ist klar und selbsterklärend. Sie heißen beispielsweise „Leicht, gepflegt, beschwingt“, „Quell der Ruhe“ oder „Für Gestresste“. Immer wieder begeistert ist Petra Klass-Hänsel von den Möglichkeiten der modernen Kosmetik: „Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, was moderne Produkte heute leisten.“ Denn Kosmetik sei heute einfach viel mehr als Cremes. Wichtig dabei ist die regelmäßige Anwendung zu Hause. Die Anwendung im Institut ist sozusagen das Verwöhn-Highlight.

Sich persönlich ins Gespräch bringen“

Da das Institut im 2. OG liegt, ist es von der Straße aus nicht sichtbar. Dies erfordert einen höheren Werbeaufwand. Gute Erfahrungen hat Petra Klass-Hänsel mit Anzeigen in der lokalen Zeitung gemacht, wichtig sind außerdem ihre Homepage und selbstverständlich Empfehlungsmarketing. Dabei gilt die Regel, dass das, was beworben wird, auch gebucht wird. Die Social-Media-Auftritte betreut eine Mitarbeiterin, denn diese hat zu den Plattformen einen intensiveren Bezug. Allgemein, so die Einschätzung der Fachfrau, wird das Thema jedoch eher überschätzt. Stattdessen setzt Petra Klass-Hänsel beispielswiese auf Unternehmertreffen, die sie als ein wichtiges Werbeinstrument sieht. Denn sie bieten die Möglichkeit, sich persönlich ins Gespräch zu bringen und Interesse zu wecken. Auf einen Online-Kalender verzichtet die Instituts-Chefin bewusst. Sie ist davon überzeugt, dass die Vorteile ständiger Verfügbarkeit die Nachteile des fehlenden persönlichen Kontakts nicht aufwiegen. Von ihren Kunden sind 80 Prozent Stammkunden, 20 Prozent Neukunden oder Gutscheinkunden.

Ein Jahr voller Aktionen

2020 steht für das Institut unter einem besonderen Vorzeichen: Gefeiert wird das 20-jährige Firmenjubiläum. Dazu hat Petra Klass-Hänsel die Aktion „20 Jahre, 20 Tage“ ausgerufen. An insgesamt 20 Tagen gibt es dann Aktionen oder Rabatte. Begonnen hat die Aktion im Januar mit der „Restartwoche“: Wer vom 27. bis 30. Januar 2020 einen Ganzkörperwickel zum Preis von 149 Euro gebucht hat, bekam Kosmetik im Wert von 49 Euro dazu. Es folgte die Aktion „Body & Soul“ vom 2. bis 6. März. Dabei erhielten Kunden, die eine Ganzkörpermassage gebucht hatten, eine Seidenhandschuhmassage gratis. Am 30. April fand die Aktion „Heiße Preise am Donnerstag“, mit 20 Prozent Rabatt auf Sonnenpflegeprodukte statt. Richtig los geht es dann in der Jubiläumswoche vom 6. bis 10. Juli 2020: Am Montag veranstaltet das Institut dann einen Partnertag, mit einer Überraschung für alle, die gemeinsam einen Termin haben. Dienstag ist Prinzessinnentag! Wer an diesem Tag eine „Wellness Kosmetik mit Manikure und Pedikure“ für die kommenden vier Wochen terminiert, bekommt als Upgrade eine Ampullenkur. Am Mittwoch, dem Freundinnentag, bekommt als Upgrade eine Ultraschallbehandlung, wer eine Wellness-Auszeit mit Freundin bucht. Am Donnerstag gibt es noch mal 20 Prozent auf Pflegeprodukte und am Freitag dann einen Tag der offenen Tür. Den Abschluss des Jubiläumsjahrs bildet die Woche „Novemberblues“ vom 9. bis 13.11.2020.

Quelle: kosmetik & pflege Fachmagazin 3/2020

 

Balance Naturkosmetik & Gesundheitspraxis. Sie wurde mit dem ersten Platz in der Kategorie Spezialisierung bei unserem Contest „Deutschlands Beste Kosmetikerin 2019“ ausgezeichnet. Simone Schicht versteht sich als Naturkosmetikerin sowie Gesundheitspraktikerin und setzt auf ganzheitliche Behandlungsmethoden. Damit hat sie einen USP, der ihr bemerkenswerte Umsätze beschert.

Die Wirtschaftskauffrau und Betriebswirtin sattelte nach 17 Jahren, in denen sie in verschiedenen Bereichen für Kleinbetriebe und Konzerne arbeitete, auf das Kosmetikfach um und absolvierte per Fernunterricht eine 2-jährige Ausbildung zur Kosmetikerin an der Kosmetikschule Dillingen. Die begleitenden Praktika konnte sie in Dresden machen. 2004 gründete sie dann ihr Institut. Bis heute ist die Balance Naturkosmetik & Gesundheitspraxis im Souterrain ihres Wohnhauses untergebracht und erstreckt sich über 124 m². Hier befinden sich ein Behandlungsraum für Kosmetik mit etwa 12 m², ein schöner, großer Wellnessbereich (30 m²) mit Infrarotkabine, Massageliege, Regendusche und Sitzgelegenheiten, der auch für Vorträge und Events genutzt wird. In diesem Bereich werden die Doppelbehandlungen für Paare, Freundinnen oder Mutter und Tochter durchgeführt. Des Weiteren ist das Institut mit einen Verkaufsraum (15 m²) und einem Büroraum (20 m²), der auch für die Gesundheitsberatung genutzt wird, ausgestattet. Außerdem sind noch ein Wintergarten, der im Sommer auch für Massagen zum Einsatz kommt, und ein Eingangsbereich mit Flur, Garderobe, Sitzgelegenheiten, WC und kleiner Küche vorhanden. Das Interieur hat viele natürliche Elemente, die das Angebot unterstreichen. Ein befreundeter Künstler hat die Preisliste und die Räume gestaltet sowie beim Bodenbelag gut beraten. Viele Zeichnungen an den Wänden sind ebenfalls von ihm. Die Möbel hat Simone Schicht selbst ausgewählt: „Ich habe die typische Institutseinrichtung nie sehr gemocht und immer nach Alternativen mit besonders warmen Elementen im Mobiliar gesucht.“

Individuell und mit viel Feingefühl
Simone Schicht bietet ganzheitliche basische Naturkosmetik, Farblichttherapie mit Tiefenwirkung sowie basische Körperbehandlungen und Wickel an. Ihren USP und die Besonderheit ihres Instituts erläutert sie so: „Meine Praxis ist eine Quelle der Schönheit, Entspannung, Inspiration und Begegnung in privater Atmosphäre, in der ich mich stets persönlich mit ganzem Herzen, Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit meinen Kunden in ihrer Ganzheit widme und sie mit der Intelligenz der Natur und der Kraft des Farblichts schöner, gesünder und glücklicher werden lasse.“ Ganzheitlich behandeln, bedeutet für Simone Schicht, dass sie beispielsweise die Ernährung und Lebensthemen, das Umfeld des Menschen und seine gesundheitlichen Aspekte einbezieht. Wo will der Kunde hin, wo steht er gerade? Schöne Haut kommt hauptsächlich von innen, ist die Meinung der Inhaberin, und jedes Hautbild habe seine Ursache, und diese kann vielschichtig sein: Stress, eine zu saure Ernährung, aber auch eine Scheidung. Bei einem einfühlsamen Gespräch erfragt sie, was dem Kunden wichtig ist und geht so bei jedem individuell vor. Sie erstellt zum Beispiel einen Säure-Basen-Check und setzt dann in der Folge den basischen Körperwickel ein. Dabei handelt es sich um ein Baumwolltuch, das in basischer Lauge getränkt wird. Ergänzt werden solche Wickel beispielsweise durch eine Moorpackung an der Leber und an den Füßen. Alternativ bietet sie eine Salz-Öl-Massage mit Wickel an oder führt eine kosmetische Gesichtsbehandlung durch und setzt auch hier einen Wickel ein. Lebensthemen behandelt sie gerne mit Spagyrik, Blütenessenzen und Farben. Erst wird das Kundenthema besprochen und dann zieht der Kunde intuitiv eine Farbe aus den Farbölen von Akari. Die Farbe wird dann auch als Licht und als korrespondierender Klang während der Behandlung eingesetzt.
Ein Produktverkauf der Spitzenklasse
25 Anwendungen in der Woche und 94 Stammkunden werden durch Simone Schicht betreut, der durchschnittliche Umsatz je Kunde ist mit 176,- Euro bemerkenswert. Der Anteil des Produktverkaufs mit 70 Prozent am Gesamtumsatz gehört zu den Spitzenwerten in Kosmetikinstituten. Um das zu erreichen, plant Simone Schicht mindestens eine halbe Stunde für Vor- und Nachgespräche zusätzlich zur Behandlungszeit ein und analysiert im Vorfeld über ihre Datenbank das Kaufverhalten des jeweiligen Kunden sowie die Empfehlungen, die er bereits erhalten hat. „Ich verkaufe einfach leidenschaftlich gerne und mit den richtigen Produkten macht es auch Spaß, denn ich kann damit Probleme lösen und helfen. Ich erfrage dabei genau, lege viel Wert auf Gespräche und erforsche, was braucht der Kunde, was ist ihm überhaupt wichtig? Eine Couperose behandle ich ganzheitlich, gebe Ernährungstipps und informiere, was zu vermeiden ist. Das heißt, der Kunde erhält zunächst eine kostenlose Hilfestellung. Daraufhin lasse ich ihn seine Farbe und sein Farböl wählen. Während der Behandlung überlege ich mir mögliche Verkaufsprodukte und nutze dann die Einwirkungszeit der Maske, um alles auf einem Tablett, das mit weinrotem Satin ausgekleidet ist, zusammenzustellen. Nach der Behandlung trinken wir gemeinsam etwas und ich präsentiere die Produktauswahl. Lasse den Kunden hieraus wählen. Ich bitte dabei immer in den Spiegel zu schauen, die Haut anzufassen, zu spüren und zeige dann, welche Produkte ich für die Behandlung verwendet habe. Die beliebtesten Verkaufsprodukte sind die Rosencreme von Akari und die basischen Strümpfe von P. Jentschura sowie das Basensalz. Bei den Treatments ist es die Gesichtskosmetik nach Farben und die Salz-Öl-Massage“, erläutert die engagierte Kosmetikerin ihre Vorgehensweise.

Ihre Treatments kalkuliert sie mit mehr als einem Euro pro Minute. Das ist für diese Region ein mutiger Wert. Und auch die Umsätze ihres Produktverkaufs über den eigenen E-Shop können sich sehen lassen. 99 Prozent fremde Kunden aus ganz Deutschland, viele aus Bayern, kaufen hier. Ein spezielles Marketing für den E-Shop macht sie nicht, aber die Seite wird sehr gut besucht. Der Anteil des E-Shops am Gesamtumsatz liegt bei 26 Prozent. Das Sortiment mit 500 Verkaufsprodukten ist umfangreich, nicht nur Kosmetik zählt dazu, sondern auch Decken und Gesundheitsprodukte sowie Gesundmittel. „Ich führe auch viele Nebenprodukte zum Beispiel energetische Wäsche, Yogabekleidung, Bettwäsche, Handtücher, Baumwolldecken, in die Biophotonen eingearbeitet sind, Nahrungsergänzung von P. Jentschura und von einer Apotheke, bei der die Kunden direkt bestellen können. Des Weiteren sind im Programm Badesalze, Make-up von Marie W. und kosmetische Produkte von Akari und P. Jentschura“, beschreibt die Inhaberin ihr großes Angebot.

Breites Marketinginstrumentarium
Um sich und ihr Institut bekannt zu machen, stellt Simone Schicht auf regionalen Märkten wie Verbrauchermessen und Unternehmermessen aus und verschickt wöchentlich einen Newsletter mit Empfehlungen, Tipps, Aktionen, Rabatten oder Geschenken, versendet persönliche Briefe, Karten, bei älteren Kunden ruft sie an und sie schaltet Anzeigen in spirituellen Zeitschriften. Neben der eigenen Webseite mit E-Shop, die toll strukturiert ist und einen modernen Look aufweist, nutzt sie Facebook und Google My Business. Online-Bewertungen sind über den Online-Buchungskalender automatisch gegeben und auf Facebook bittet die rührige Unternehmerin per Posts darum. Vorträge zu Themen wie zum Beispiel stille Entzündungen oder eine Farbmeditation sowie Entschlackung, Fasten zum Herbst oder Frühjahr, die sie organisiert, haben so manches Mal an die 100 Teilnehmer. Die Einladungen dafür versendet sie per Newsletter. Für größere Veranstaltungen wirbt sie auch über das örtliche Anzeigenblatt. Dadurch konnte sie schon viele neue Kunden gewinnen.

Und sie hat Ziele: „Ich möchte eine Symbiose aus Akari und P. Jentschura herstellen und dazu will ich Workshops sowie Kurse für Kosmetikerinnen anbieten. Die Grundlagen von Entschlackung und Farblichttheorie vermitteln sowie Anwendungen in der Praxis schulen, zum Beispiel Wickel und Massage. Auch das Vorgehen beim Kundengespräch und ein Verkaufstraining sollen dazu gehören“.

 

Ganzheitliche Heilpraxis. Bei der herzlichen Kosmetikerin Claudia Fröhlich-Endres ist ihr Name Programm. Sie startet positiv in den Tag und ist nach über 30 Jahren noch immer gespannt darauf, welche Kunden ins Institut kommen. Das macht sicherlich auch ihren Erfolg aus.

Sie wollte schon immer Kosmetikerin werden. Um ihre Eltern zufriedenzustellen, hat die junge Frau zunächst eine Ausbildung zur Bankkaufrau absolviert. Dafür ist sie heute noch dankbar, denn so hat sie eine wirtschaftliche Herangehensweise an das Geschäft gelernt, die ihr bei Kalkulationen und Budgetberechnungen äußerst hilfreich ist. Ihr eigentlicher Berufswunsch, der der Kosmetikerin, war trotzdem immer präsent. Die Geburt ihrer Tochter war dann das Schlüsselereignis: Ihr wurde klar, dass sie nach der Elternzeit nicht mehr als Bankkaufrau arbeiten wollte. Nachdem der Entschluss gefasst war, ging alles ganz schnell: Als meine Tochter drei Wochen alt war, folgte ich meiner Sehnsucht und besuchte eine Kosmetikschule.Im März 1986 eröffnete sie ihr heutiges Institut, das sich im Wohnhaus der Familie befindet. Es umfasst sechs Räume auf 74 m².

Umfassende Renovierungsarbeiten
2017 hat man das Haus renoviert und 65.000,- Euro investiert. Es wurde zum Beispiel ein Kunden-WC für Eilige installiert, neue Möbel und Kleinteile wie ein Fach für Tampons mit einer silberne Metallbox, ein Spender für Sagrotan-Handwaschgel sowie eine Spiegelbeleuchtung, die für Warm Light sorgt, kamen dazu. Das Institut verteilt sich über zwei Etagen. Die Treppe ist antirutsch beschichtet. Die umsichtige Inhaberin stellt zudem Socken mit antirutsch Sohlen r unsichere Kunden bereit. Im ersten Stock ist das Büro, daneben befindet sich das Wartezimmer hell und licht mit großen Fenstern, einer Spanndecke, ein großes Blumenarrangement, vier edle Stühle und eine breite Auswahl aktueller Zeitungen, auch für männliche Kunden. Im Stockwerk unter dem Dach ist das Institutsbad untergebracht. Es verfügt über eine Badewanne, terrakottafarbene Fliesen und braune Möbel. Hier finden die Beautynachmittage statt, die 2,5 Stunden dauern und mit einem Vollbad in hawaiianischen Essenzen beginnen.

Internationale Kundenschar
Heute sind die Termine im Institut über ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht. Die Kosmetikerin hat treue Stammkunden und wird von ihren zufriedenen Kunden zudem an Freunde und Verwandte weiterempfohlen: Mein Kundenstamm reicht von jung bis alt.  Meine älteste Kundin ist 94. Fast alle Kunden sind Stammkunden, viele schon seit der Institutseröffnung“, berichtet Claudia Fröhlich-Endres stolz. Rednitzhembach hat 7.000 Einwohner und sieben Institute. Die Kunden von Claudia Fröhlich-Endres reisen sogar aus Frankreich, Italien/Venedig, Saigon und Russland an. Die Kunden aus Deutschland nehmen schon mal 50 km Anfahrt in Kauf und kommen aus Nürnberg, Roth, Weißenburg, Heilsbronn, Fürth, Altdorf, Altenfurt, Erlangen. Die Altersgruppe ist wieder jünger geworden. Zeitweise war sie ein wenig überaltert. Aber nun sind viele darunter, die in den 1990er Jahren geboren sind. Manche Kunden kommen monatlich, manche zweimonatlich, manche vierteljährlich. Einige buchen das Vollpaket aus Heilpraktik und Kosmetik, anderen ist der Wechsel zwischen Kosmetik und Heilpraktik lieber.
Werbung im klassischen Sinne macht sie nicht mehr. Veröffentlichungen im Gemeindeblatt dienen eher der Information und haben Themen wie Wiedereröffnung oder das Bekanntmachen von Auszeichnungen und Preisen. Selbst darüber erhält sie neue Anfragen.

Frau lernt nie aus
Auf ihrem Erfolg ruht sich die quirlige Kosmetikerin jedoch nicht aus. Über die Jahre hat sie u. a. eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, zur Reiki- und Arolo-Lehrerin, zur Visagistin und zur Farb- und Stilberaterin gemacht. Um die Lehren der hawaiianischen Huna-Heilkunst perfekt ausführen zu können, ließ sie sich sogar über einen Zeitraum von 15 Jahren von fünf verschiedenen Lehrern auf Hawaii ausbilden. Als Heilpraktikerin arbeitet die Kosmetikerin mit der Nürnberger Klinik für plastisch-ästhetische Chirurgie und Dr. Jens Baetge zusammen. Durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Dermatologen entdeckt sie oftmals spezifische Hautveränderungen, die auf malignen Hautkrebs hinweisen können: „Meine Hände haben Augen. Ich kenne meine Kundensehr genau und sehe, wenn sich an der Haut etwas ändert. Ich schickesie dann umgehend zu Fachleuten. Oftmals gerade noch rechtzeitig.“ 

Rundum-Angebote
Die meisten Kundinnen bevorzugen die klassische Kosmetik ohne Apparaturen.Sie wollen ihre Hände spüren und wenn gewünscht, kommt auch Reiki zum Einsatz. Dazu mischt sie Bachblüten ein, um die Kunden zu entspannen und zu beruhigen.
Oft wird nach der Kosmetik das Figurtraining gebucht. „Ich zeige isometrische und isotonische Übungen mit Minihanteln. Übungen, die nicht auf die Gelenke gehen, und den Körper wieder gut in die Form bringen“, erklärt die Expertin.Zur Unterstützung empfiehlt sie eine straffende Körpercreme mit Hyaluron. Durch das leichte Training werden die Kundinnen wieder viel fitter.
Auch Farb- und Stilberatung ist im Angebot. Dabei schaut sie der Kundin in die Augen sowieauf die Hände und prüft, ob die Kundin warm oder kalt ist. Sie nimmt die Beratung mit dem Handy auf, damit sie diese immer abrufen kann. Mit vielen Farbtüchern testet die Kosmetikerin die Farben bei Tageslichtsowiebei Beleuchtung und zwar so lange bis die Kundin sieht, die Farbe steht ihr. Mit dem Farbpass wird eine Basisgarderobe zusammengestellt. Danach werden die Proportionen vermessen, die Art der Kleider, ob sie ein Loop- oder Schal-Typ ist, es folgt das Make-up für den Tag und den Abend. Zum Schluss geht es noch um die Frisur.

Heilpraktik im Institut
Im Büro findet die quantenmedizinische Behandlung mit dem Quantec-Gerät für die Haut statt. Dabei handelt es sich um eine homöopathische Therapie:Alle Daten werden eingegeben (Adressdaten und Hautprobleme).Das Gerät greift auf 9.000 Datenbanken zu, prüft auch Medikamenteneinnahme sowie Hautpflegemittel und so kann die Kosmetikerin und Heilpraktikerin Hintergründe gut herauslesen. Die Kundin legt die Hand auf den Sensor und der Computer generiert einen Behandlungsvorschlag. Und wenn die Kundin das möchte, bekommt sie entsprechende Globuli verschrieben.
Die Hawaiianer haben tolle Essenzen, die bei uns nicht in der Apotheke erhältlich sind und deshalb kann Claudia Fröhlich-Endres sie gut verkaufen: Sie wirken sehr beruhigend und helfen bei inflammatorischen Prozessen. Die Kosmetikerin mischt sie in die Hautpflege und gibt der Kundin auch Essenzen mit nach Hause.Solche Essenzen kann man nur als Heilpraktiker beziehen.
Die Inhaberin arbeitet mit Shiatsu sowie Bachblüten und setzt auf eine lösungsorientierte Gesprächsführung. So beginnt sie beispielsweise mit der Kosmetik, führt dann ein heilpraktisches Gespräch zu Bachblüten, Homöopathie, Ernährung und bietet eine Vitaminanalyse. Sie testet dabei auch kinesiologisch.
In der Regel bleiben die Kunden zwei Stunden: Eine Stunde Kosmetik (59,- Euro pro Stunde) und danach die Zeit, die für ein klärendes Gespräch und die Heilpraktik benötigt wird (90,- Euro pro Stunde). Früher war die Heilpraktik mehr nachgefragt, heute ist es die Kosmetik.

Work-Life-Balance
Trotz des anstehenden 33. Jubiläums ist für Claudia Fröhlich-Endres klar, dass sie noch einige Jahre weiterarbeiten möchte. Schließlich ist der Beruf nicht nur ein Job, sondern ihre Leidenschaft. Aber sie weiß auch, dass sie auf sich und ihren Körper Rücksicht nehmen muss, darum arbeitet sie mittlerweile statt wie früher 60 Stunden nur noch 35 Stunden in der Woche. Denn Claudia Fröhlich-Endres bietet in ihrem Institut nicht nur ein ganzheitliches Konzept an, sie lebt es auch selbst: Work-Life-Balance ist das A und O im Leben. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen für sich selbst, um Kräfte zu sammeln sowie ausreichend Schlaf zu finden für eine leuchtende Ausstrahlung.Ihre Kunden kommen darum immer wieder gern zu ihr, sie spüren die Authentizität der Kosmetikerin und lassen sich von ihrer Lebensfreude anstecken.

Quelle: kosmetik & pflege Fachmagazin 3/2020

 

 

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    Im alten Schulhaus, Hauptstraße 44,
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    Fax: +49(0) 71 64 - 14 72 15


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