Spa Portraits

Erfahrung, Wissen, Anspruch -
Institut „all about beauty“
und Beate Gerstung

Wer als Kundin das Institut betritt, kann von Permanent Make up bis Fußpflege alle kosmetischen Dienstleistungen anfragen – und durch dieselbe Kosmetikerin ausführen lassen. Das hat den Vorteil, dass sich so die Kunden dem einen, gleichen Menschen anvertrauen. „Wir sehen uns dabei nicht nur als hochspezialisiertes Institut für Anti Aging und apparative Kosmetik, denn das ist nicht der Weg, um ein breites Publikum zu erreichen, schildert Beate Gerstung ihr Selbstverständnis.
Das renommierte Institut liegt in Schwabach, einem mittelständischen Ort nahe Erlangen und Nürnberg, umgeben von einigen größeren Kreisstädten. Alle Räume sind rund 30 m² groß und verfügen über Tageslicht. Insgesamt vier Kabinen sind vorhanden. „Es arbeiten bei mir mein Sohn, als männlicher Kosmetiker, zwei Kosmetikerinnen und eine Auszubildende. Ich selber bin Ausbilderin und habe die HWK-Prüfung abgelegt“, erläutert Instituts-Inhaberin Beate Gerstung. Und ihr Anspruch ist hoch: Von den ein bis zwei Azubis, die immer im Institut ausgebildet werden, weiß jede, dass sie unter den ersten drei besten in der Schule sein muss! Als Ausbildungsbetrieb versucht Beate Gerstung, ihre Lehrlinge möglichst schnell an die Kunden zu bekommen. Außer Permanent Make up und Needling können sie nach den drei Jahren alles.

Werdegang und Historie
Gestartet ist die Kosmetik-Fachfrau vor 20 Jahren auf der Wellnessschiene, denn zu der Zeit war es
der große Trend, sich eine Auszeit zu gönnen, ohne dafür extra ins Hotel zu gehen. Beate Gerstung: „Wir setzten auf Wellness – und das wurde richtig gut angenommen. Doch im Laufe der Zeit hat sich dies geändert, denn die Preise der Hotels sind mittlerweile hier so günstig und die Ausstattung der Häuser ganz anders dimensioniert, dass Wellness mit Übernachtung im Hotel unsere Preise sogar getoppt hat.“
Im Angebot ist Wellness noch immer, etwa in Form von Ayurveda, Kräuterstempelmassagen oder Hot Stone. Doch sind mittlerweile andere Schwerpunkte hinzugekommen.
Die Anteile der Behandlungen schätzt Beate Gerstung auf 5 % Spa ein. Anti Aging und klassische Gesichtskosmetik machen den Rest des Geschäftes aus. „Bei mir wiederum buchen von 100 Kunden 95 „mit“ Geräte – ob das nun Ultraschall, Microdermabrasion oder der Kaltlaser mit Hyaluron ist. Bei den Mädels ist es dann 50 % klassisch ohne Gerät und zu 50 % mit den genannten Geräten“, weiß sie zu berichten.

„Umschichten“ auf die apparative Linie
„Wenn ich die Haut effektiv verändern möchte“, so Beate Gerstungs Erfahrung, „muss ich heute ein Gerät dabeihaben, denn eine Streichelkosmetik kommt nicht weit genug, um in der Haut etwas auslösen zu können.“ Um nach passenden Partnern in der „Apparativen“ zu suchen, hat Beate Gerstung sich auf Messen umgeschaut und Fachzeitschriften studiert. Zudem hat sie viel Zeit damit verbracht, Firmen zu suchen, die Partner sein könnten. „Begonnen habe ich zunächst mit der dauerhaften Haarentfernung und dafür in Elos-Geräte von Wellcomet investiert. Das technische Prinzip lautet hier: Haarentfernung mit Licht und Hochfrequenzstrom.“ Das zu der Zeit noch neuartige Gerät war ein echter Newcomer und Beate Gerstung war überwältigt von den Möglichkeiten. Heut sieht sie diesen Schritt als Startpunkt für das Umschichten von Wellness auf die medizinische Linie.

Zeit nehmen für das passende Treatment
Um sich mit der Technik vertraut zu machen, hat die Profi-Kosmetikerin alle Gerätschaften zunächst mit nach Hause genommen und sich ausführlich mit den Außendienstmitarbeitern besprochen. Vom Leasen der Geräte hält Gerstung nichts: „Wir kaufen gleich – und entweder es amortisiert sich und wir „sehen“ das Geschäft oder wir lassen die Investition bleiben.“
Nach dem Kauf einer Gerätschaft beginnt dann das gezielte Bewerben der neuen Behandlungsmöglichkeiten. Um die Möglichkeiten abschätzen zu können, fühlte Beate Gerstung bei potenziellen Kundinnen vor, sofern sich eine günstige Gelegenheit hierfür ergab. „Wenn es beispielsweise ein eingewachsenes Haar im Intimbereich gibt und die Kundin fragt, ob es zu den konventionellen Methoden Alternativen gibt, so hatten wir einen Ansatzpunkt und man kommt ins Gespräch“, berichtet die Instituts-Chefin. Nach wie vor arbeitet Beate Gerstung für die dauerhafte Haarentfernung noch mit dem Elos-Gerät. Doch anders als bei Hautärzten kann man bei ihr die dauerhafte Haarentfernung nicht einfach gleich buchen. Voraussetzung ist stets ein Beratungstermin, bei dem Haut und Haar betrachtet werden. Von den Kundinnen und Kunden wird diese Beratung wertgeschätzt. Gerstung: „Ich denke, dass sich viele Hautärzte nicht so viel Zeit nehmen.“

Vom Wert der Behandlung überzeugen
Wenn es darum geht, die Preise für apparative Behandlungen anzusetzen, gilt es, die Argumente so zu formulieren, dass Kunden die Qualität der Leistung verstehen. Wenn beispielsweise eine 90-minütige Anti Aging-Wirkstoffbehandlung 138 Euro oder eine 60-minütige apparative Laserlichtbehandlung mit Hyaluron 135 Euro kosten, müssen und wollen die Kunden sagen können: „Das ist wirklich eine perfekte Problemlösung für mich.“ Dann sind sie bereit, das Geld auch zu bezahlen. Hierfür ist profundes Fachwissen nötig – und es muss perfekt kommuniziert sein. Auf keinen Fall darf es bei der bloßen Mitteilung „Wir machen jetzt übrigens auch dauerhafte Haarentfernung“ bleiben. Denn hiermit würde der Kunde mit der Information allein gelassen und die Gelegenheit, Kaufargumente zu übermitteln, würde verschenkt werden. Stattdessen rät Beate Gerstung dazu, die Kunden ‚mitzunehmen‘, neugierig zu machen und Lust zu wecken: „Was ist das für eine Behandlung? Wie geht das vor sich?“ Auch gilt es, die mögliche Angst vor dem Gerät zu mindern und Praxiserfahrungen zu schildern. Doch wichtig ist auch, das Gesagte auf die Kundin wirken zu lassen. Denn sie muss selber die Entscheidung treffen: „Ist es mir das wert?“

Ferrari oder VW?
In punkto Preiskalkulation sagt Beate Gerstung selbstbewusst: „Unsere Preise sind sehr gut kalkuliert. Und ich schaue nicht danach, was der Mitbewerber macht. Ich weiß, was wir wert sind, und das wird auch akzeptiert.“ Um auch die Kundenseite zu hören, führt sie regelmäßig Umfragen durch. Bei diesen können die Kunden anonym Fragen beantworten – auch nach der Preisgestaltung. Das Resultat: Zwei Drittel der Kunden geben an, dass der Preis in Ordnung sei! „Für einen Ferrari zahle ich ja auch mehr als für einen VW“, fügt Beate Gerstung lachend hinzu.

Schon von Beginn an hat die Expertin auf gute Preise gesetzt und darauf geachtet, dass die Qualität gleich hoch bleibt. „Und wenn wir von Qualität bei der kosmetischen Dienstleistung sprechen, dann geht es eigentlich um die Qualität des Personals“, lautet eine weitere Erfahrung. Daher werden ihre Mitarbeiterinnen regelmäßig geschult. „Schulungen motivieren immer wieder und wir frischen so die Kenntnisse über die Inhaltsstoffe auf. Einmal im Monat sprechen wir zudem über unsere Geräte. Ich liege dann auf der Liege und lasse mich behandeln, motiviere die Mädels so, Qualitätsmanagement zu gewährleisten“, erläutert die Fachfrau. „Auch Begegnung und Kommunikation trainieren wir so. Ich bin die Kundin, die Mädels beraten, begrüßen mich, bieten mir einen Platz an, reichen das Willkommensgetränk, fragen nach Wünschen und Bedürfnissen. So bleibt alles im Fluss und wir fördern die persönliche Bindung zu den Kundinnen. Viele sind schon von Anfang an bei mir im Institut – und das ist einfach das, wovon wir leben.“

Die Apparate-Palette
Das Elos Pitanga-Gerät wird auch zur Hautverjüngung, der sogenannten „Skin Rejuvenation“ eingesetzt. Darunter fallen Behandlungen, die Couperose, Überpigmentierungen oder das Hautbild insgesamt verbessern. Eingesetzt wird es im Gesicht, an Hals und Dekolleté oder auch an den Händen.

Mittels Kaltlaser von Byonik werden Zellvorgänge und Zellfunktionen angeregt, um Hyaluron-Gele und damit durchfeuchtende Wirkstoffe einzuschleusen. Hier liegen die Behandlungen zwischen 45 Minuten (90 Euro) und 60 Minuten (135 Euro). Mit diesen Treatments zieht „all about beauty“ Kundinnen aus dem Umkreis von 50 bis 60 km an.

Danach haben wir in das LDM Sonoskin als Ultraschallgerät von Wellcomet investiert“, führt Beate Gerstung weiter aus. Die Technologie vereint zwei Ultraschallwellen mit unterschiedlichen Frequenzen zu einer „Hybridwelle“ und erzeugt so besondere Druckgradienten im Gewebe. Hautbildverbesserung, Faltentiefereduktion und kosmetische Akne sind die Anwendungsgebiete. Zudem gibt es das mobile Ultraschallgerät Skinova für die Heimanwendung. Die Kosmetikerin programmiert es vor und die Kundin setzt es zu Hause ein. Im Institut können dann die Daten ausgelesen werden. Natürlich darf auch ein Gerät zur Microdermabrasion nicht fehlen.

Sorgfalt an erster Stelle
Nicht zuletzt hat die Institutsleiterin auch das Micro Needling von Thalgo erlernt – und zwar bei Dr. Rösken in München. Für Beate Gerstung stellt das Needling eine wertvolle Ergänzung, gerade im Anti Aging-Bereich dar. Auch ein Mix der apparativen Geräteanwendungen ist für sie ein sehr erfolgversprechender Weg. So setzt sie je nach Problematik gerne Needling und Ultraschall oder Needling und Byonik ein. Vor allem bei der kosmetischen Aknebehandlung hilft Needling gut zur Verbesserung des Hautbildes. Doch rät sie eindringlich: „Klar, Needling – kann man auch im Internet bestellen. Aber die Kosmetikerinnen, die das machen, haben keine Ahnung, was sie tun: Man muss einfach unbedingt wissen, was man hier verursacht, sorgfältigst umgehen und optimal fachlich behandeln.“

Hautanalyse mit Zielvereinbarungen
Bei der Hautanalyse ist im Institut ein Analysegerät von Reviderm im Einsatz. Beate Gerstung setzt dabei auf das Prinzip der Hautsprechstunde: Sie bietet eine einstündige kostenpflichtige Beratung an, die aber angerechnet wird, wenn die Kundin Produkte kauft oder eine Behandlung bucht. Hierfür wird ein Fragenkatalog mit 90 Fragen beantwortet und es werden Bilder gespeichert sowie eine detaillierte Computeranalyse erstellt, die der Kunde gemailt oder aufs Handy geschickt bekommen kann: Nach zwei bis drei Monaten folgt eine erneute Analyse, damit die Fachkosmetikerin die zuvor erstellte Zielvereinbarung auch dokumentieren kann.

Anti Aging = weiße Kabinen?
Doch bei aller Technik hat in Gerstungs Institut auch das Wohlfühlen einen hohen Stellenwert: „Das fängt für mich bei den Farben an, die ich im Institut einsetze. Bei uns finden Sie keine medizinisch-weißen Farben, sondern Erdfarben und eher warme Töne.
Medizinisch ist bei uns vor allem Sauberkeit und Hygiene – sowohl bei Wellness-, als auch bei Anti Aging-Treatments. Aber das Feeling, das über das Ambiente vermittelt wird, ist eher mediterran und ein Mix aus modern bis antik – auch wenn wir den Kunden Schmerzen zufügen“, meint sie schmunzelnd.

Professioneller Marketing-Mix
„Statt kleinen Zickzackflyern – eigentlich ein Don‘t für ein gutes Institut in der heutigen Zeit – haben wir ein richtiges Beauty-Book in toller Optik und mit vielen Informationen. 48 Seiten stark steht es zum Download bereit und natürlich geben wir es auch in gedruckter Form aus“, erläutert Beate Gerstung. Die Kundin kann so nach dem Erstberatungstermin noch einmal alles in Ruhe nachlesen.
Ansonsten haben wir unseren Newsletter, den wir fünf Mal im Jahr verschicken. Hier führen wir immer fünf Highlights auf und ein Highlight ist auch nach wie vor Wellness in Form einer Gesichts- oder Körperbehandlung.“ Wenn jemand in Google die Begriffe Laser, Kosmetikinstitut und die Region eingibt, kommt er auf das Institut. Dafür hat die Fachfrau eine Werbeagentur eingeschaltet und lässt auch das SEO-Marketing professionell machen. Jedes Jahr setzt sie 4 % des Umsatzes für Werbung ein und orientiert sich dazu an den Vorjahreswerten. Auch die Online-Terminbuchung sowie computergestützte Diagnosekarten werden gerade getestet.


Vorgehen bei Investitionen
„Beim Thema Permanent Make up haben wir uns, als die Kunden nach Pigmentierungen gefragt hatten, es aber nur von mir ausgeführt sehen wollten, zwei Tage lang auf der Messe Düsseldorf informiert. Wir sind dabei schließlich bei Riso gelandet und nach einer Woche Intensivtraining habe ich nun PMU gelernt und als festen Bestandteil mit ins Programm aufgenommen“, berichtet Beate Gerstung. Im Monat behandelt sie mit Nachterminen 10 bis 15 Kunden zu diesem Thema.
Auf die Frage nach dem Vorgehen bei Investitionen erklärt Beate Gerstung: „Mein Mann ist dabei der Zahlenmensch und mein treuer Begleiter. Wir gehen bei Investitionsvorhaben gemeinsam auf die Messe, hören uns sechs bis acht Firmen an, mein Mann ermisst die Zahlenseite („Können wir die Umsätze und die Menge der Kunden erreichen, die ein hohes Investment in Geräte und Maschinen erfordert?“) und ich prüfe die kosmetische und medizinische Seite.“

„Immer wieder Fragen stellen“
Um erfolgreich in der „Apparativen“ zu sein, sollte man ein Grundinteresse daran haben und neugierig sein. „Es gibt Kosmetikerinnen, die Angst vor Geräten haben“, weiß die erfahrene Kosmetikerin. In diesem Fall sollte man eher die Finger davon lassen. Pflichtprogramm ist der Besuch von Messen, allen voran derjenigen in Düsseldorf. Wichtig ist auch, dass die Firmen in den Gerätschaften immer wieder schulen. Ansonsten gilt: Die Augen aufhalten, Fachzeitschriften lesen, den Medical Beauty Kongress von Reviderm in München besuchen: „Da gehe ich immer mit einem so vollen Kopf nach Hause und muss mir erstmal alles notieren. Mein Mann ist meistens der Leidtragende, dem ich dann die ganze Nacht hindurch alles erzähle. Und dann sortiere ich mich, tausche mich aus, stelle meine Fragen. Es ist wichtig, immer wieder Fragen zu stellen. Und übrigens. Wenn ich wieder auf die Welt komme, will ich alles, was ich gemacht habe, ganz genau so wieder machen!“, resümiert Beate Gerstung nicht ohne Stolz.

 

Klein & unendlich fein ...
– Gut Varendorf
im niedersächsischen Rieste bei Osnabrück

In diesem Jahr feiert Claudia Gellersen mit ihrem Gut Varendorf 30-jähriges Jubiläum. Das Haus gehört zu den letzten Beautyfarmen der Spitzenklasse, von denen es nur noch eine Handvoll in Deutschland gibt. Vom Relax Guide, dem führenden Wellnesshotelführer, mit 3 Lilien ausgezeichnet und heute schon bis in das Jahr 2018 hinein ausgebucht.

1240 als freier Hof in der Bauernschaft Rieste erbaut, wurde das Gebäude im 16. und 18. Jahrhundert als Herrenhaus genutzt. Aus dieser Zeit stammen die herrschaftlichen Zimmer und Stuben sowie das Torhaus. In den alten Gewölben herrscht heute familiäre Wohnzimmeratmosphäre: Nachmittags wird selbstgebackener Kuchen zu Tee oder Kaffee serviert und das Abendessen findet in einem romantischen Speisegewölbe statt. Was so herrlich und gemütlich anmutet, hat die Inhaberin Claudia Gellersen, die gelernte Kosmetikerin ist, nach und nach renoviert, auf- und umgebaut. Für die erste Kosmetikkabine wurden einfach die Wände frei geklopft, neben der Liege stand ein Plastikstuhl, die Oma hat gekocht und den Kuchen gebacken – es ist die sagenhafte Erfolgsgeschichte einer willensstarken, perfektionistischen Frau, die mit Leidenschaft Beruf, Führung und Familie vereinbart.

Heute ist das Gut Varendorf eingebettet in eine 25.000 m² großen Parklandschaft mit einem schönen Teich in der Mitte, einem Beleuchtungskonzept für die Inszenierung auch bei Nacht, die zu jeder Jahreszeit ihren Reiz hat und natürlich von März bis Oktober eine Blütenoase mit allerlei Bäumen und Sträuchern ist. Das Haus verfügt über 19 Wohlfühlzimmer im Bungalowstil. Jedes ist anders, aber alle sind sehr geschmackvoll und zeitlos eingerichtet – entweder romantisch im Laura Ashley-Stil oder klassisch und modern mit Mut zu Farbe und Lust am Detail. Alle Zimmer haben eine persönliche, individuelle Note. Claudia Gellersen achtet auch in den Gästezimmern auf Kleinigkeiten. Hier findet man zum Beispiel einen Spiegel, in dem man auch den Hinterkopf sieht, um zu prüfen, ob die Frisur perfekt sitzt. „Komfort kann man sehen, Harmonie und Energie muss man spüren – und es sind oft die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen“, erläutert die umsichtige Inhaberin.

Auch eine Beautywoche will geplant sein!
43 Beautywochen mit maximal 1.000 weiblichen Gästen im Jahr können in den Programmen Silber (Fokus auf Gesicht und Körper), Silber Body Pur (nur Körperprogramme) sowie Gold oder Gold Body Pur von 935,- Euro im Doppelzimmer bis 2.219,- Euro in der Einzel-Suite gebucht werden. Je nach gewähltem Schwerpunkt, sind unterschiedliche Anwendungen enthalten. Über das Einführungs- und Beratungsgespräch am ersten Tag des Aufenthalts wird jede Dame von Claudia Gellersen geleitet. Stammkundinnen (90 Prozent) kennen den Ablauf und wissen in der Regel ziemlich genau, was sie wollen. Claudia Gellersen hat aber auch diese Damen fest im Blick und weiß, was möglicherweise für die ein oder andere interessant sein könnte und eine schöne Neuheit wäre. Sie achtet sehr darauf, was Sinn macht und wie die Wünsche ihrer Kundinnen in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden können. Neukunden sind am Anfang noch etwas zögerlich, buchen dann aber während des Aufenthalts gerne nach. Und wenn die Besucherin bestimmte Wünsche an die Therapeutin hat, wird darauf eingegangen. Sonntags macht die Firmenchefin die Wochenpläne für die Farmkundinnen fertig, sodass alle am Montagmorgen ihren Plan zum Frühstück vorliegen haben. Früher geschah das noch von Hand und mit dem Bleistift, heute computergestützt mit einem individuell auf die Farm angepassten Planungsprogramm von arqsoft.

Zum Wochenplan der Basisbehandlungen, die in den Silber- und Goldangeboten integriert sind, können Upgrades zugebucht werden. Die fünf Farben des Spa-Menüs geben Wunschfelder an und dienen der Orientierung im Spa-Angebot, zum Beispiel Entspannung mit Ayurveda, Reiki, Lomi Lomi oder Detox mit Bioimpedanzanalyse, Lymphdrainage, Thalassoanwendungen und Vitalwickeln, Bädern oder auch der Detox- Gesichtsbehandlung von Maria Galland. Mobilisation ist ein weiteres Angebot, bei dem es darum geht mit gezielten therapeutischen Massagen, Blockaden zu lösen und die Gelenke zu mobilisieren. Die Nachfrage nach Massagen hat zugenommen, da Frauen oft den ganzen Tag vor dem Computer sitzen. So kann es sein, dass eine Frau sich nach einer Krankheit Detox und Gesundprogramme bucht oder aber einen Abnehmwunsch mit Personaltraining und bestimmter Ernährung äußert.

Alles für Schönheit und Wohlbefinden
Der Spa-Bereich im Gut Varendorf ist bestens ausgestattet: Es gibt acht Kosmetikkabinen, ein Massagehaus, vier Massage- und zwei Fußpflegekabinen, den Fitnessraum mit EMS, Power Plate und Crosstrainer, ein Raum für Gymnastik und ein Saunabereich mit Dampfsauna und einer Panoramasauna mit Blick in den Park sowie ein 28 Grad warmer Pool für Aquafitness und ein Whirlpool. Auch die Sonnenbank wird nach wie vor gerne gebucht, vor allem in den Wintermonaten.

Wenn eine Kundin ankommt, werden zunächst Einzelgespräche geführt. Montags startet das Programm und beginnt immer mit einer Körperbehandlung, um die Frauen erst einmal zu entspannen und ankommen zu lassen. Sie werden gepeelt und gepflegt – und zwar auf dem Zimmer im eigenen Bett und erfahren so eine schöne Form von Geborgenheit. Am nächsten Tag kommt dann die Gesichtskosmetik an die Reihe. Sie startet mit einer Fußbehandlung, gefolgt von einer Diagnose, Tiefenreinigung und Peeling. Danach werden die „Baustellen der Haut“ behandelt, ausgereinigt, gepflegt und massiert. Die Kosmetikerin nimmt sich richtig viel Zeit und so wird der Pflegeplan ausgebaut. Gesicht und Dekolleté in der Folge weiter gepflegt. Dazu kommt immer ein Leberwickel, der während der Behandlung im Gesicht für ein entspanntes Gefühl sorgt und den gesamten Organismus entlastet. Der Leberstoffwechsel wird unterstützt und die Entgiftung angekurbelt (auch während der Mittagsruhe ist der Leberwickel beliebt). Das dekorative Thema kommt erst wieder ganz am Schluss des Aufenthalts dazu. Die Haut erholt sich hier mit viel Pflege, aber zunächst einmal pur und ohne Make-up. Die Body pur-Woche, die nur Körperbehandlungen inkludiert und keine Gesichtskosmetik, ist eine Alternative für alle, die den Wunsch haben mehr für ihren Körper zu tun.
Jeden Mittwoch kommen Stylisten aus Osnabrück in die Farm und beraten ganz unverbindlich zu Stil, Mode und Frisur. Wer möchte kann am letzten Tag frisch frisiert oder auch komplett verändert mit perfektem Make-up, gepflegt von Kopf bis Fuß, herrlich entspannt und gut erholt wieder nach Hause fahren.
„Beim Thema Service gehe ich von mir aus. Als wir zum Beispiel den kalten Winter hatten, kamen wir auf die Idee, unseren Gästen abends eine Wärmflasche ins Bett zu legen. Das wurde so begeistert angenommen und jetzt sogar im Sommer verlangt. Ein anderes Beispiel ist, dass wir bei Bedarf im Winter die Autoscheiben vom Eis befreien oder im Sommer den Eincremeservice nach draußen schicken, um den Sonnenden einen Sonnenschutz anzubieten“, berichtet Claudia Gellersen. Es sind die kleinen Details, die den Aufenthalt so besonders machen.

Ungeschminkte Wohlfühlzeit für die weibliche Zielgruppe
Was die Kundinnen angeht, ist von 18 bis 80 Jahren, von Hausfrau bis Ärztin alles vertreten. Sie können alles nutzen, müssen aber nichts machen und verbringen den Tag im Bademantel. Einige würden eher auf eine Fernreise oder den Jahresurlaub verzichten als auf diese eine Woche. „Wir dürfen dabei nicht vergessen, wir sind in Rieste – nicht im Harz, nicht am Meer“, sagt Claudia Gellersen lächelnd. „Ich habe den Eindruck, dass die Menschen noch gestresster sind als früher und das große Drumherum gar nicht mehr brauchen. Die Woche bei uns ist daher eher eine Reise wieder zurück zu sich selbst, mit gesunder Ernährung, Erholung und dazu noch unter Gleichgesinnten“, erklärt sie. Aber die Ansprüche seien gewachsen und Stillstand sei Rückschritt – zwei Jahre nichts zu machen, nicht zu erneuern, nicht zu schulen, nicht zu investieren, das gehe einfach nicht mehr in der heutigen Zeit. Die Gästebücher mit den liebevollen bebilderten Einträgen zeigen seit 1998 wie glücklich die Frauen hier sind. Die Mehrzahl der Gäste kommt aus dem Ruhrgebiet, aus Berlin, aus Hamburg, manche sogar aus den Niederlanden, der Schweiz und Österreich. Man kann hier ganz für sich allein sein oder die Geselligkeit bei Spieleabenden suchen.
Da ja eigentlich immer die Hälfte der Kundinnen in Behandlung ist, steht den übrigen zehn Gästen ein wunderbares Refugium mit viel Platz zur Verfügung. Man kann sich richtig schön ausbreiten und meistens besteht gar nicht der Wunsch, die Farm während des Aufenthalts zu verlassen. Im Bienenhäuschen, in dem eine Kaffeemaschine und alle Getränke bereit stehen, darf übrigens auch geraucht werden. Die Damen verfolgen ihre Farm äußerst aktiv und mit viel Anteilnahme auf Facebook (sind so auch unter dem Jahr auf dem Laufenden und wissen, was im Haus passiert und sich verändert hat).

Auch eine Clubkarte hat Claudia Gellersen entwickelt, um ihren Kundinnen während des Jahres das Bestellen von Produkten zu ermöglichen. Die Bestellungen werden als Erlebnispäckchen mit kleinen Überraschungen, Sondergrößen und Proben zusammengestellt. Ein Prozent der bestellten Summe spendet sie an ein Kinderhospiz. Die Kundin sammelt durch den Einkauf Bonuspunkte, die wiederum zu Prozenten auf Zusatzbehandlungen führen. Oft sind die Kundinnen nach den Aufenthalten viel körperbewusster, haben Lust auf Körperbehandlungen und wissen, dass die Körpercreme einer Profimarke gar nicht so viel teurer ist als die Produkte, die sie sonst verwenden. Die Einführung der Clubkarte hat sich bewährt.

Zum Wohle der Mitarbeiterinnen
30 Mitarbeiterinnen kümmern sich um die 23 Gäste, gut die Hälfte ist zwischen zehn und 20 Jahren im Team. Jede Mitarbeiterin hat ihre Kabine, in der sie sich wohlfühlt und die vom Stil her zu ihr passt. Die Teilzeitkräfte teilen sich jeweils eine. In der geschreinerten Behandlungszeile befindet sich ein Apothekerschrank mit drei Schubladen für die Kabinenware der Pflegemarken Babor, Maria Galland und Valmont. Jede Kabine hat eine eigene Mikrowelle, um die Roggenkissen für den warmen Leberwickel vorzubereiten. Die beiden Fußpflegekabinen sind in den Schießscharten des Rittergutes und in den kleinen Räumen untergebracht. Sie haben einen ganz eigenen Charme.
„Unsere Mitarbeiterinnen sind oft fitter, als manche Schulungsleiterin unserer Beautymarken“, sagt die Chefin schmunzelnd. Aber eine Auffrischung schade nie und bei kosmetischen Behandlungen müsse man einfach am Ball bleiben. Jeden Monat sind Schulungen im Haus! Auch Coaches und Trainer werden regelmäßig eingeladen und schulen produktunabhängige Themen. Und bevor eine Jungkosmetikerin am Gast arbeiten darf, wird zunächst an Claudia Gellersen trainiert.

Neun Wochen im Jahr ist die Farm geschlossen. Das bedeutet Urlaub für die Mitarbeiterinnen. Im Sommer sind es drei, um Weihnachten vier Wochen und je eine Woche an Ostern und im Oktober. Die Kosmetikerinnen und Masseurinnen haben eine Fünftagewoche von Montag bis Freitag und freuen sich über eine gute Arbeitgeberin, die auch für Teammotivation sorgt. Ob das ein Ausflug mit der AIDA zum 25. Jubiläum war oder Anfang 2017 eine Beautywoche auf der Farm für die Mitarbeiterinnen, die dabei selbst zu Kundinnen wurden und alle Anwendungen sowie Massagen (sie behandelten sich gegenseitig in der eigenen Kabine) erleben konnten. Als Coach und Trainer schulte Peter Rust noch einige Punkte und setzte den fachlichen Rahmen. Ein Gourmetkoch trainierte die Köchin des Hauses und zusammen bekochten sie das Team. Zum Abschluss wurde eine 70iger-Jahre-Party mit einem ABBA-Double gefeiert.

Die Mitarbeiterinnen fühlen sich wohl und sind dem Unternehmen sehr verbunden. Alle freuten sich riesig als sie im Mai 2015 ihre neuen Kabinen, die umgebaut und komplett renoviert wurden, in Betrieb nehmen konnten.

Von Massagen bis Fitnesstraining
In Thailand hat die Farmchefin die professionell durchgeführten Massagen kennen gelernt und kam mit dem festen Willen nach Hause, sie auch auf ihrem Gut umzusetzen. Sie baute mitten im Park das Thai-Haus und ging so lange auf Personalsuche bis sie eine Thailänderin kennenlernte, die an der königlichen Schule in Bangkok das Handwerk der Thai Massage gelernt hat. Jetzt massiert Thun im Thai-Haus des Gut Varendorf. Sie tritt zunächst hinter die Kundin, schaut nach Verspannungen, Haltung und Gang und setzt dann über Sehnen und Druckpunkte ihr ganz besonderes Handwerk in Gang. Keine Massage ist wie die andere. Thun meditiert nach jeder Kundin und holt sich so ihre Kraft zurück. Claudia Gellersen ist später noch einmal mit Thun nach Thailand gefahren, auf der Suche nach einer weiteren solchen Therapeutin – leider ohne Erfolg. „Bevor ich eine Mitarbeiterin auf die Farm hole, die nicht passt, verzichte ich lieber ganz“, resümiert sie.

Für die medizinischen Massagen stehen vier Kabinen und zwei medizinische Masseurinnen zur Verfügung, die vorher in Krankenhäusern gearbeitet haben, viel Erfahrung besitzen und Vollprofis sind. Sie führen Lymphdrainagen, Fußreflexzonenmassagen oder die Colon Kombi für Frauen mit Magen-Darm-Beschwerden durch. Auch eine Spezialistin für Shiatsu ist darunter. Die Wellnessmassagen werden von Tanja, einer Ayurvedatherapeutin und Lomi Lomi Spezialistin, durchgeführt. Colon Kombi ist beispielsweise eine kurze Fußreflexzonenmassagen mit anschließender Lymphdrainage am Bauch gegen die heutigen „Stressbäuche“, die vermutlich auch durch die vielen Unverträglichkeiten entstehen.

Eine Mitarbeiterin ist ausgebildete Fitnesstrainerin und führt die Kundinnen durch die Fitnessprogramme. Fitnesseinheiten gibt es für Frühaufsteher wie für Langschläfer, meistens in Kleingruppen von fünf bis sechs Personen. Jumping Fitness, Bauch-Beine-Po, Yoga und Aquafitness oder progressive Muskelentspannung am Abend stehen auf dem Programm. Für die Silhouette gibt es ein maßgeschneidertes Personal Fitnesstraining mit Cardiotrainer, EMS und Power Plate. Im Sommer ist, unabhängig vom Wetter, draußen Radfahren angesagt, gerne auch nach dem Abendessen.

EMS und Power Plate werden beispielsweise kombiniert, um den Rücken in der Woche zu kräftigen oder um bei „Chicken Wings“-Behandlungen gegen das erschlaffte Gewebe an den Oberarmen anzugehen. Das Geheimnis ist die Kombination aus diesen drei Geräten. Auch Faszientraining und sogar Yoga lassen sich gut mit Power Plate kombinieren. Die enorme Durchblutung und die Kombinationen sorgen für schnelle Effekte. In einer Woche könne man Ziele erreichen. An einem Wellnesswochenende sei es eher ein Erholen und Durchatmen.
„Wenn unsere Kundinnen abreisen, sind sie in vielerlei Richtungen motiviert: Die einen achten auf Körperpflege, andere melden sich anschließend bei einem Fitnessstudio an und selbst absolute Kosmetikmuffel gehen plötzlich regelmäßig zur Kosmetikerin. Es ist einfach wunderbar, das zu erleben“, sagt die pfiffige Inhaberin und ist zu recht stolz auf ihren Erfolg.

 

Im Fokus: der ganze Kunde
– Simone Schicht, Inhaberin der Balance Naturkosmetik & Gesundheitspraxis in Dresden
Sie wurde mit dem ersten Platz in der Kategorie Spezialisierung bei unserem Contest „Deutschlands Beste Kosmetikerin 2019“ ausgezeichnet. Simone Schicht versteht sich als Naturkosmetikerin sowie Gesundheitspraktikerin und setzt auf ganzheitliche Behandlungsmethoden. Damit hat sie einen USP, der ihr bemerkenswerte Umsätze beschert.

Die Wirtschaftskauffrau und Betriebswirtin sattelte nach 17 Jahren, in denen sie in verschiedenen Bereichen für Kleinbetriebe und Konzerne arbeitete, auf das Kosmetikfach um und absolvierte per Fernunterricht eine 2-jährige Ausbildung zur Kosmetikerin an der Kosmetikschule Dillingen. Die begleitenden Praktika konnte sie in Dresden machen. 2004 gründete sie dann ihr Institut. Bis heute ist die Balance Naturkosmetik & Gesundheitspraxis im Souterrain ihres Wohnhauses untergebracht und erstreckt sich über 124 m². Hier befinden sich ein Behandlungsraum für Kosmetik mit etwa 12 m², ein schöner, großer Wellnessbereich (30 m²) mit Infrarotkabine, Massageliege, Regendusche und Sitzgelegenheiten, der auch für Vorträge und Events genutzt wird. In diesem Bereich werden die Doppelbehandlungen für Paare, Freundinnen oder Mutter und Tochter durchgeführt. Des Weiteren ist das Institut mit einen Verkaufsraum (15 m²) und einem Büroraum (20 m²), der auch für die Gesundheitsberatung genutzt wird, ausgestattet. Außerdem sind noch ein Wintergarten, der im Sommer auch für Massagen zum Einsatz kommt, und ein Eingangsbereich mit Flur, Garderobe, Sitzgelegenheiten, WC und kleiner Küche vorhanden. Das Interieur hat viele natürliche Elemente, die das Angebot unterstreichen. Ein befreundeter Künstler hat die Preisliste und die Räume gestaltet sowie beim Bodenbelag gut beraten. Viele Zeichnungen an den Wänden sind ebenfalls von ihm. Die Möbel hat Simone Schicht selbst ausgewählt: „Ich habe die typische Institutseinrichtung nie sehr gemocht und immer nach Alternativen mit besonders warmen Elementen im Mobiliar gesucht.“

Individuell und mit viel Feingefühl
Simone Schicht bietet ganzheitliche basische Naturkosmetik, Farblichttherapie mit Tiefenwirkung sowie basische Körperbehandlungen und Wickel an. Ihren USP und die Besonderheit ihres Instituts erläutert sie so: „Meine Praxis ist eine Quelle der Schönheit, Entspannung, Inspiration und Begegnung in privater Atmosphäre, in der ich mich stets persönlich mit ganzem Herzen, Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit meinen Kunden in ihrer Ganzheit widme und sie mit der Intelligenz der Natur und der Kraft des Farblichts schöner, gesünder und glücklicher werden lasse.“ Ganzheitlich behandeln, bedeutet für Simone Schicht, dass sie beispielsweise die Ernährung und Lebensthemen, das Umfeld des Menschen und seine gesundheitlichen Aspekte einbezieht. Wo will der Kunde hin, wo steht er gerade? Schöne Haut kommt hauptsächlich von innen, ist die Meinung der Inhaberin, und jedes Hautbild habe seine Ursache, und diese kann vielschichtig sein: Stress, eine zu saure Ernährung, aber auch eine Scheidung. Bei einem einfühlsamen Gespräch erfragt sie, was dem Kunden wichtig ist und geht so bei jedem individuell vor. Sie erstellt zum Beispiel einen Säure-Basen-Check und setzt dann in der Folge den basischen Körperwickel ein. Dabei handelt es sich um ein Baumwolltuch, das in basischer Lauge getränkt wird. Ergänzt werden solche Wickel beispielsweise durch eine Moorpackung an der Leber und an den Füßen. Alternativ bietet sie eine Salz-Öl-Massage mit Wickel an oder führt eine kosmetische Gesichtsbehandlung durch und setzt auch hier einen Wickel ein. Lebensthemen behandelt sie gerne mit Spagyrik, Blütenessenzen und Farben. Erst wird das Kundenthema besprochen und dann zieht der Kunde intuitiv eine Farbe aus den Farbölen von Akari. Die Farbe wird dann auch als Licht und als korrespondierender Klang während der Behandlung eingesetzt.
Ein Produktverkauf der Spitzenklasse
25 Anwendungen in der Woche und 94 Stammkunden werden durch Simone Schicht betreut, der durchschnittliche Umsatz je Kunde ist mit 176,- Euro bemerkenswert. Der Anteil des Produktverkaufs mit 70 Prozent am Gesamtumsatz gehört zu den Spitzenwerten in Kosmetikinstituten. Um das zu erreichen, plant Simone Schicht mindestens eine halbe Stunde für Vor- und Nachgespräche zusätzlich zur Behandlungszeit ein und analysiert im Vorfeld über ihre Datenbank das Kaufverhalten des jeweiligen Kunden sowie die Empfehlungen, die er bereits erhalten hat. „Ich verkaufe einfach leidenschaftlich gerne und mit den richtigen Produkten macht es auch Spaß, denn ich kann damit Probleme lösen und helfen. Ich erfrage dabei genau, lege viel Wert auf Gespräche und erforsche, was braucht der Kunde, was ist ihm überhaupt wichtig? Eine Couperose behandle ich ganzheitlich, gebe Ernährungstipps und informiere, was zu vermeiden ist. Das heißt, der Kunde erhält zunächst eine kostenlose Hilfestellung. Daraufhin lasse ich ihn seine Farbe und sein Farböl wählen. Während der Behandlung überlege ich mir mögliche Verkaufsprodukte und nutze dann die Einwirkungszeit der Maske, um alles auf einem Tablett, das mit weinrotem Satin ausgekleidet ist, zusammenzustellen. Nach der Behandlung trinken wir gemeinsam etwas und ich präsentiere die Produktauswahl. Lasse den Kunden hieraus wählen. Ich bitte dabei immer in den Spiegel zu schauen, die Haut anzufassen, zu spüren und zeige dann, welche Produkte ich für die Behandlung verwendet habe. Die beliebtesten Verkaufsprodukte sind die Rosencreme von Akari und die basischen Strümpfe von P. Jentschura sowie das Basensalz. Bei den Treatments ist es die Gesichtskosmetik nach Farben und die Salz-Öl-Massage“, erläutert die engagierte Kosmetikerin ihre Vorgehensweise.

Ihre Treatments kalkuliert sie mit mehr als einem Euro pro Minute. Das ist für diese Region ein mutiger Wert. Und auch die Umsätze ihres Produktverkaufs über den eigenen E-Shop können sich sehen lassen. 99 Prozent fremde Kunden aus ganz Deutschland, viele aus Bayern, kaufen hier. Ein spezielles Marketing für den E-Shop macht sie nicht, aber die Seite wird sehr gut besucht. Der Anteil des E-Shops am Gesamtumsatz liegt bei 26 Prozent. Das Sortiment mit 500 Verkaufsprodukten ist umfangreich, nicht nur Kosmetik zählt dazu, sondern auch Decken und Gesundheitsprodukte sowie Gesundmittel. „Ich führe auch viele Nebenprodukte zum Beispiel energetische Wäsche, Yogabekleidung, Bettwäsche, Handtücher, Baumwolldecken, in die Biophotonen eingearbeitet sind, Nahrungsergänzung von P. Jentschura und von einer Apotheke, bei der die Kunden direkt bestellen können. Des Weiteren sind im Programm Badesalze, Make-up von Marie W. und kosmetische Produkte von Akari und P. Jentschura“, beschreibt die Inhaberin ihr großes Angebot.

Breites Marketinginstrumentarium
Um sich und ihr Institut bekannt zu machen, stellt Simone Schicht auf regionalen Märkten wie Verbrauchermessen und Unternehmermessen aus und verschickt wöchentlich einen Newsletter mit Empfehlungen, Tipps, Aktionen, Rabatten oder Geschenken, versendet persönliche Briefe, Karten, bei älteren Kunden ruft sie an und sie schaltet Anzeigen in spirituellen Zeitschriften. Neben der eigenen Webseite mit E-Shop, die toll strukturiert ist und einen modernen Look aufweist, nutzt sie Facebook und Google My Business. Online-Bewertungen sind über den Online-Buchungskalender automatisch gegeben und auf Facebook bittet die rührige Unternehmerin per Posts darum. Vorträge zu Themen wie zum Beispiel stille Entzündungen oder eine Farbmeditation sowie Entschlackung, Fasten zum Herbst oder Frühjahr, die sie organisiert, haben so manches Mal an die 100 Teilnehmer. Die Einladungen dafür versendet sie per Newsletter. Für größere Veranstaltungen wirbt sie auch über das örtliche Anzeigenblatt. Dadurch konnte sie schon viele neue Kunden gewinnen.

Und sie hat Ziele: „Ich möchte eine Symbiose aus Akari und P. Jentschura herstellen und dazu will ich Workshops sowie Kurse für Kosmetikerinnen anbieten. Die Grundlagen von Entschlackung und Farblichttheorie vermitteln sowie Anwendungen in der Praxis schulen, zum Beispiel Wickel und Massage. Auch das Vorgehen beim Kundengespräch und ein Verkaufstraining sollen dazu gehören“.

 

Offen, großzügig und professionell

Mitten in Trier, genau gegenüber der römischen Basilika und nicht weit von den Kaiserthermen entfernt, liegt das Babor Beauty Spa. Die Lage ist ideal, denn es befindet sich am Rand der Fußgängerzone, die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind vor der Tür und auch mit dem Auto ist es gut zu erreichen. Doch das allein macht nicht den Erfolg von Christine Jostock aus. Sie und ihr Team haben wesentlich mehr zu bieten.

An diesem Standort ist das Institut seit 1991. In der heutigen Größe gibt es das Geschäft allerdings erst seit 2008. Damals bot sich Christine Jostock die Möglichkeit das Nachbargeschäft dazu zu mieten und baulich mit ihrem Institut zu verbinden. Heute erstreckt sich alles über rund 200 m2. In modern gestalteten Räumlichkeiten befinden sich fünf Kosmetikkabinen, eine Kosmetik-Doppelkabine und eine Fußpflegekabine. Der Empfangsbereich mit der Warenpräsentation des kompletten Babor-Sortiments, einer Empfangstheke sowie zwei Plätze für Maniküre, einer davon direkt im Schaufenster, ist etwas Besonderes.
In Zusammenarbeit mit Babor schuf sie das weltweit erste Babor Beauty Spa. Die Idee hinter dem Beauty Spa-Konzept war, die Erkenntnisse modernen Ladenbaus und den Wissensstand der Verkaufspsychologie auf Kosmetikinstitute zu übertragen. Anders als der Name suggeriert, ging es nicht darum, Nassanwendungen in ein Kosmetikinstitut zu integrieren, sondern im Institut einen geeigneten Platz für Beratung und Verkauf zu schaffen. Diese Idee ist nach den Erfahrungen von Christine Jostock voll und ganz aufgegangen. Das Institut ist von außen gut sichtbar und wird auch gut wahrgenommen. Nach dem Umbau kamen neue Kunden, die sich sehr freuten, dass es jetzt in Trier ein Babor-Kosmetikinstitut gibt. Dabei war sie genau an dieser Stelle schon seit über 15 Jahren präsent, nur eben weniger auffällig.

Eintreten, Ankommen, Entspannen – so das Konzept des Chill Out Spas, einem kleinen aber feinen Spa in Amsterdam. Und es funktioniert: Nach dem Eintreten breitet sich sofort Ruhe aus. David, der Inhaber des Chill Out Spa, empfängt Gäste mit einem freundlichen Lächeln, stellt mit sanfter Stimme wenige Fragen, baut in kürzester Zeit Vertrauen auf, bringt ein Getränk – und die hektische Anreise ist vergessen.

Kontaktadresse

  • spa business verlag GmbH,
    Im alten Schulhaus, Hauptstraße 44,
    D - 73105 Dürnau
     
  • Tel.: +49(0) 71 64 - 14 71 61
    Fax: +49(0) 71 64 - 14 72 15


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