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Sonnenstrahlen fördern die Serotoninausschüttung und steigern das Wohlbefinden. Zudem regen sie die Vitamin D-Bildung an und unterstützen so Knochenaufbau und Immunsystem. Doch für unbeschwerten Sonnengenuss ist ein ausreichender UV-Schutz unerlässlich. Andernfalls folgen vorzeitige Hautalterung und möglicherweise schwere Hautkrankheiten. Besonders schutzbedürftig ist sogenannte Problemhaut. Für sie ist jede UV-Belastung zusätzlicher Stress.

Als »Problemhaut« bezeichnet man ein Hautbild, das vom physiologischen Hautzustand abweicht und dessen Hautbarriere gestört ist. Es gibt sehr verschiedene Erscheinungs- und Krankheitsbilder: von Akne über Rosacea bis hin zu Neurodermitis oder aber sehr trockener oder empfindlicher Haut. Bei einer Akne besteht eine erhöhte Talgdrüsenaktivität. Durch Verhornungsstörungen entstehen Komedonen (Mitesser). Zusätzlich fördert die Bildung von freien Fettsäuren Entzündungen. Positiv wirkt sich die UV-Strahlung bei einer Akne durch ihre antiseptische Wirkung aus. Negativ ist die stärkere Verhornung der Haut durch die Bildung der sogenannten Lichtschwiele, die als Eigenschutz vor UV-Strahlung dient. Damit regt sie die Bildung von Komedonen zusätzlich an. Um das Hautbild zu verbessern, müssen Sebum und pH-Wert der Haut reguliert werden. Keratolytische Wirkstoffe lösen Komedonen und machen das Hautbild klarer.

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, bedingt durch genetische  Prädisposition. Kennzeichen sind Juckreiz, Trockenheit und Ekzeme. Die Hautbarriere ist nicht intakt, sodass die Haut Feuchtigkeit verliert und Keime eindringen. Entzündungen und Ekzemschübe sind die Folge. Zu den Auslösern zählen körperlicher und psychischer Stress, mechanische Hautreizungen, Allergene und Infektionen sowie Klimafaktoren und UV-Strahlung.

Wichtig bei der Pflege sind die Hydratation der Haut und die ausreichende Versorgung mit Lipiden. Ein atmungsaktiver Schutzfilm muss aufgebaut werden, der den Feuchtigkeitsverlust einschränkt und das Eindringen von Keimen verhindert. Mechanische Reize sollten vermieden und Juckreiz sowie Entzündungen gemindert werden.

Bei einer Rosacea handelt es sich um eine chronische Hautkrankheit mit zentrofazialen Erythemen und – je nach Krankheitsstadium – Papeln, Pusteln und Talgdrüsenhyperplasien. Triggerfaktoren

können Stress, Temperaturschwankungen und Hitze (UV-Strahlung) sein. Kosmetisch behandelt wird eine Rosacea mit gefäßverengenden Wirkstoffen. Die Haut wird gekühlt und beruhigt, um Rötung und Entzündungen zu verringern. Ein ausreichender Schutz vor UV-Strahlung und Witterung ist essenziell, um Umweltreize so gering wie möglich zu halten.

 

Einsatz von chemischen UV-Filtern 

 

Optimal als Sonnenschutz ist eine UV-A- und UV-B-Breitbandfilterkombination. Erst seit etwa 20 Jahren wird bei Sonnenschutzprodukten neben dem UV-B-Schutz auch auf einen UV-A-Schutz geachtet. Beide sind essenziell, denn die Strahlungen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Haut.

Ein positiver Aspekt chemischer UV-Filter ist, dass die Sonnenpflege keine weißen Rückstände auf der Haut hinterlässt. Zudem lassen sich chemische UV-Filter in hohen Konzentrationen herstellen und bieten so zuverlässigen Schutz. Sie können außerdem mit anderen Stoffen gemischt werden und ermöglichen so die Kombination mit pflegenden und antioxidativen Inhaltsstoffen in Sonnenschutzprodukten. 

 

Sonnenpflegeprodukte für Problemhaut  

 

Medizinische Hautpflege bietet auch für Problemhaut verträgliche Sonnenpflegeprodukte. Bei der Auswahl geeigneter Produkte für ein problematisches Hautbild sind je nach Indikation verschiedene Faktoren wichtig: Bei fettiger, zu Akne neigender Haut dürfen Produkte keinen hohen Lipidanteil haben, da Lipide die ohnehin schon fettige Haut zusätzlich belasten und komedogen wirken können. Ein hoher Lipidanteil bedeutet, dass ein Produkt mehr Öle enthält als hydratisierende Inhaltsstoffe wie beispielsweise Glycerin oder Urea. Für fettige und zu Akne neigende Haut sind daher Gele und leichte Gelcremes geeignet. Auch Rosacea-Haut reagiert empfindlich auf UV-Strahlung, weshalb sie schon bei geringerer Sonneneinstrahlung und mit einem hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden muss. Bei Neurodermitis ist auf eine ausreichende Pflege der Haut mit Lipiden und Feuchtigkeit zu achten. 

 

Wichtigste Maßnahme ist der Lichtschutz

 

Hochwertige Sonnenpflegeprodukte schützen und pflegen die Problemhaut mit wertvollen Inhaltsstoffen bei gleichzeitigem UV-Schutz. Dies sind beispielsweise Panthenol, Vitamin E und Isoflavone. Glycerin hydratisiert, glättet und regeneriert UV-geschädigte Haut. Da bei UV-Belastung vermehrt freie Radikale gebildewerden, die Proteine und Zellen schädigeund die vorzeitige Hautalterung beschleunigen, ist der Einsatz von Antioxidantien als Radikalfänger wichtig. Dies können die Vitamine A (in der Vorstufe ß-Carotin), C und E sein. Denn die wichtigste Maßnahme zum Schutz der Haut vor vorzeitiger Alterung ist der Lichtschutz. Dies gilt für einige Indikationen von Problemhaut, zum Beispiel Neurodermitis, umso mehr, als diese ohnehin verstärkt von vorzeitiger Hautalterung betroffen sind. 

Neuartige Wirkstoffkombinationen haben besonders positive Effekte auf die Haut, so zum Beispiel die Kombination von pflanzlichen Isoflavonen (wie Genistein) und Ectoin: Sie mindert unerwünschte Nachfolgereaktionen der Sonnenbestrahlung, trägt zur Verlangsamung der Hautalterung bei und verringert Schäden der Hautstruktur-Elemente. Eine Vitamin-Emulsion mit Vitamin A, C und E, kombiniert mit dem pflanzlichen Antioxidans Ferulasäure, wirkt intensiv als Radikalfänger. Zusammen mit Ölen wie Sheabutter und Jojobaöl, die den Feuchtigkeitsverlust mindern und die Geschmeidigkeit der Haut verbessern, ergibt sich eine hochwirksame Anti-Age-Pflege.

Optimal für Problemhaut sind Sonnenpflegeprodukte, die leicht auf der Haut zu verteilen sind und schnell einziehen, sodass empfindliche Haut durch die mechanische Reizung beim Auftragen des Sonnenschutzes nicht zusätzlich strapaziert wird. Bei einer Akne können so zudem Schmierinfektionen vermieden werden.

Von Problemhaut Betroffene und Allergiker sollten bei der Auswahl von Sonnenpflegeprodukten außerdem darauf achten, dass diese keine Emulgatoren und keine dermatologisch bedenklichen Duftstoffe enthalten. Dermatologisch bedenkliche Duftstoffe können eine Kontaktallergie auslösen. Produkte, die Allergene enthalten, sollten deshalb konsequent gemieden werden.

 

Sommertaugliche Behandlungen im Institut 

 

Im Sommer ist für eine Behandlung im Institut der Einsatz hydratisierender und vitalisierender Pflegeprodukte mit einer leichten Galenik und geringem Fettanteil geeignet. Die Behandlung sollte eine hautklärende und beruhigende Wirkung haben und Rötungen minimieren. Ideal sind Calming-Behandlungen, beispielsweise mit einer Kombination aus hydratisierenden und beruhigenden Pflegeprodukten und entsprechenden Massagen. Verzichtet werden sollte auf Behandlungen, die die Hautbarriere stark beeinträchtigen. Dies sind zum Beispiel Fruchtsäurepeelings in hoher Konzentration, nach denen sich die Hautbarriere neu aufbauen muss.

 

Gabriela Eltester, staatl. anerkannte Kosmetikerin und Krankenschwester, war zehn Jahre als Institutsleiterin tätig. Seit sechs Jahren ist sie Chefkosmetikerin bei der medicos Kosmetik GmbH.

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    Im alten Schulhaus, Hauptstraße 44,
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  • Tel.: +49(0) 71 64 - 14 71 61
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