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Das Wort „Massage“ bedeutet im Griechischen „kneten“. Aus dem Arabischen übersetzt heißt es „berühren, betasten“. Beides hat seine Richtigkeit und geht noch weit darüber hinaus. Massagen können Erleichterung, Entspannung, Erfrischung, aber auch Aktivierung und Wohlbefinden bewirken. Das gilt nicht nur für Körpermassagen, sondern vor allem auch für Gesichtsmassagen. 

 

Eine gekonnte kosmetische Gesichtsmassage ist im wahrsten Sinne des Wortes ein wunderbares, besonderes Kunsthandwerk in der Gesichtsbehandlung. Es genügt bei weitem nicht die einzelnen Massagegriffe wie Streichungen (Effleurage), Reibungen (Friktion), Kneten (Petrissage), Klopfen (Tapotement) und Erschütterungen (Vibration) zu beherrschen. Erst die fließende Kombination aus allen Griffen und das Wissen um die „Wirkung“ macht eine Gesichts- sowie Körpermassage wertvoll und unersetzbar in der Institutsbehandlung. Jede Kosmetikerin beweist zudem eine eigene „Handschrift“. Die gleiche Gesichtsmassage, mit absolut den gleichen Handgriffen, kann allein durch den auf die Haut ausgeübten Druck eine vollkommen andere Wirkung erzielen und andere Empfindungen beim Kunden auslösen.

 

Das Wissen um die Wirkung

 

Es gibt zwei Wirkungsformen der Massage. Zum einen ist die „reflektorische Wirkung“ zu nennen, die eine untergeordnete Rolle in der Gesichtsmassage spielt und eher der „Reflexzonenmassage“ (Füße und Hände) zugeordnet wird. Die hierbei ausgeübten Reize werden über Empfindungsnerven zum zentralen Nervensystem geleitet und von dort aus über Nervenbahnen an die entsprechenden Gebiete. 

Interessant für die Gesichtsmassage ist die lokale Wirkung. Diese wird unterteilt in eine ableitende Wirkung durch Anregung des Blut- und Lymphflusses, eine kräftigende Wirkung auf Zellen und Gewebe, eine allgemeine harmonierende Wirkung auf Haut und Wohlbefinden sowie eine pflegende Wirkung durch die Mittel der Wahl.

Druckpunktmassagen eignen sich beispielsweise vorzüglich zum Entspannen oder Aktivieren – je nach dem welche Punkte wie stark oder sanft gedrückt werden. Mit viel „Fingerspitzengefühl“ wird die Haut auf der Stirn, über und unter den Augenbrauen, auf dem Jochbein, um den Mund, an den Schläfen und am Kinn sowie an den Wangen etwa fünf Sekunden lang mit den senkrecht auf der trockenen Haut stehenden Fingerkuppen runter gedrückt, ohne das Gewebe zu verzerren oder zu verschieben. Der Hals sollte unbedingt mit einbezogen werden, um Schlackenstoffe und Lymphflüssigkeit runter zu den Lymphfässchen zu transportieren. Die entstehenden Reize auf die Muskulatur können zudem bei einer regelmäßigen Behandlung den Tonus und Turgor – sprich das Hautbild – verbessern.

Richtig angewendet findet in jeder Massage eine kleine Lymphdrainage statt. Wenn das Gewebe ausschließlich nach einer reinen Lymphdrainage verlangt, dann wird diese regelmäßig über einen Zeitraum von etwa 20 Minuten praktiziert und wirkt auf das Gewebe entstauend, entgiftend, regenerationsfördernd und zugleich beruhigend. Hier sollte die Kosmetikerin immer von der Stirn abwärts über die seitlichen Halspartien zu den Lymphfässchen arbeiten und auch das Dekolleté mit einbeziehen. Nach einer gut ausgeführten Lymphdrainage sieht die Kundin das Ergebnis sofort.

 

Beauty-Massagen gepaart mit gesunder Ernährung

 

Gesichtsmassagen können zur Regeneration der Haut eingesetzt werden. Die Muskeln im Gesicht sind anders als die Körpermuskulatur in unserer Haut eingefügt. Deshalb beeinflussen sie unser Aussehen direkt und wir können Emotionen sowie Stimmungen mit unserem Gesicht ausdrücken. Die Gesichtsmassage kann Verspannungen lösen und dem Gesicht einen „weicheren“ Ausdruck verleihen. Sie stimuliert den Blutkreislauf, stärkt die Muskulatur, versorgt die Zellen mit „frischen Nährstoffen“ und verlangsamt den Alterungsprozess. Die Massagegriffe sollten sanft aber bestimmt sein, trommelartig, tiefgreifend aber niemals schwer oder an der Haut zerren. Auch Klopfen und Kneten sind durchaus erlaubt. Dazu werden alle Griffe entgegen der Schwerkraft, also nach oben hin und faltenglättende Streichungen eingesetzt. Zum Schluss immer das Gesicht zart nach unten hin ausstreichen.

Jeder sollte sich dessen bewusst sein, dass nur die Nährstoffe zu den Zellen transportiert und schließlich verstoffwechselt werden können, die auch mit der Nahrung aufgenommen werden. Wer sich hauptsächlich von Fertigprodukten oder Fast Food ernährt, hat eine geringere Wirkung der Massagen zu erwarten. Darüber hinaus kann die Haut schneller altern und das Haar früher ergrauen. Also dann, viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Pflanzenöle erster Kaltpressung auf die nächste Einkaufsliste setzen.

Selbstverständlich können Medien wie Steine, Pinsel oder Geräte die Massage raffiniert begleiten, aber niemals die „Handarbeit“, die Körperwärme, das Hautgefühl und den Austausch von positiven Emotionen zwischen zwei Menschen ersetzen. Jederzeit können Kopf, Hals, Dekolleté und Nacken einbezogen werden.
Sicherlich, man kann anschauliches Filmmaterial kaufen und sogar bei Youtube ansehen, die „perfekte“ Massage jedoch lässt sich nur im praktischen Unterricht vermitteln. Es gibt viele gute Anbieter und Schulen, die verschiedene Massagen lehren. Sich neues Wissen und Massagetechniken anzueignen lohnt sich immer und zahlt sich aus.


Beuran ChristinaChristina Maria Beuran ist Naturkosmetikerin sowie Beauty & Business Coach.

Sie hat sich der dreidimensionalen Betrachtung und Behandlung der Haut verschrieben und leitet den Vertrieb der Marken S.P.A. Aromathérapie, Les Gavots de Provence und Mineral Essence.

Info: www.world-of-beauty.eu

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