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Schon im Frühling wecken die ersten Sonnenstrahlen Urlaubsgefühle. Erreichen die Temperaturen dann die 20-Grad-Marke, zieht es alle nach draußen. Schließ- lich fördert die Sonne nachweislich das Wohlbefinden, steigert Durchblutung und Stoffwechsel und regt die Vitamin-D-Synthese an. Doch neben den positiven Eigenschaften birgt die Sonne einige Risiken. Darauf gilt es, kosmetisch zu reagieren.

So sehr wir das Bad in der Sonne und einen gebräunten Teint genießen: Für unsere Haut sind diese Sommerfreuden purer Stress. So bestätigt eine 2008 veröffentlichte Studie aus den USA, dass die Häufigkeit von Sonnenbränden in einem Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit einer Hautkrebserkrankung steht. Ferner kommt es durch UV- sowie durch IR-A-Strahlen, aber auch durch das sichtbare Licht, zu oxidativem Stress in der Haut. Dieser führt langfristig zu einer vorzeitigen Haut- alterung. Daraus folgt: Zu den wichtigsten Sommerwirkstoffen gehören Lichtschutzfilter. Dabei sollte der Lichtschutz entsprechend des Hautphototyps und der UV-Belastung gewählt werden. Zudem ist eine ausreichende Menge an UV-Schutzmitteln wichtig. Eine Faustregel lautet: 2mg/cm2 Haut. Nach dem Schwimmen oder bei starkem Schwitzen muss die Creme erneut aufgetragen werden. Doch Vorsicht: Das mehrmalige Auftragen erhöht nicht den Schutzfaktor.

Tagsüber Sonne – abends verwöhnen
Die richtige Sommerpflege besteht aber nicht nur aus einem adäquaten Sonnen- schutz. Auch Schwitzen, häufiges Duschen oder Baden und der Sprung in den gechlor- ten Pool oder in Salzwasser entziehen unser Haut Feuchtigkeit. Daher beginnt die richtige Sommerpflege bereits bei der Reinigung. Wer sich einen schönen Sommertag im Garten, am Strand, See oder im Freibad gönnt, muss seine Haut am Abend verwöhnen. Reste vom Sonnenschutz sowie Schmutzpartikel, Sand, Schweiß oder Chlor müssen gründlich entfernt werden. Dabei sollten die Reini- gungsprodukte auf milden Tensiden, wie Zuckertensiden, basieren, um die Haut nicht zusätzlich zu stressen. Ein anschließendes Peeling entfernt lose Hautschüppchen und bereitet die Haut auf die folgende Pflege opti- mal vor. Indirekt sorgen Peelings im Sommer für eine tolle Bräune, da nur eine ebenmäßige Haut gleichmäßig bräunt und so in einem perfekten Sommerglow schimmern kann.

Gezielte Aftersun-Wirkstoffe...
Da die Haut bereits nach ca. 30 Minuten Aufenthalt in der Sonne auf Hochtouren arbeitet, sollte sie abends mit einer Aftersun- Pflege versorgt werden, die die Regeneration mittels entsprechender Wirkstoffe unter- stützt. Hierzu zählen Ectoin und Photolyase. Ectoin ist ein von bestimmten Bakterien zum Schutz gegen Trockenheit und UV-Strahlung gebildetes Aminosäurederi- vat. Klinische Studien zeigten, dass es den transepidermalen Wasserverlust sowie Hautrötungen mindert. Zudem spendet es Feuchtigkeit und hat eine stabilisierende Wirkung auf die Zellmembranen sowie eine schützende Wirkung auf Proteine gegenüber sommerlichen Stressfaktoren. Photolyase, ein Enzym aus der Blaualge, wirkt nachweislich UVB-induzierten Haut- schäden entgegen. So belegten Studien, dass durch UVB ver- ursachte Veränderungen an der DNA so weit regeneriert werden können, dass die Entstehung einer Sonnenbrandreaktion oder eine Schwächung des epidermalen Immunsystems verhindert bzw. reduziert werden kann.
Antioxidantien, wie Vitamin C und E wirken Sonnenschäden in der Haut entgegen. Sie können die durch UV-Strahlen hervor- gerufene Lipidperoxidation sowie oxidativen Stress reduzieren. Darüber hinaus wirkt Vitamin E stabilisierend auf die Hautbar- riere und schützt so vor lichtbedingter Hautalterung. Sowohl Vitamin C als auch Vitamin E gelten als effektiver Schutz vor Infrarot-A-Strahlung.

...und die entsprechenden Produkte
Masken sind im Sommer ein wahres »Must-have«. Gerade bei heißen Temperaturen wirken Gelmasken kühlend, spenden Feuchtigkeit und sind für jeden Hautzustand geeignet. Gefragte Wirkstoffe sind Hyaluronsäure oder Glycerin. Sie gelten in einer Konzentration von 5 bis 10 Prozent mit als effektivste Feucht- haltefaktoren. Eine Extraportion Pflege schenken sogenannte Sleeping-Masks. Aufgetragen über Nacht, müssen sie nicht wie- der abgewaschen werden. Spannt die Haut dennoch, empfehlen sich einwöchige Ampullenkuren mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen. Bei der täglichen Creme sollten Sonnenliebhaber auf eine O/W-Emulsion oder ein Cremegel zurückgreifen. Als populärster Sommerwirkstoff gilt Aloe Vera. Neben seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung hat es beruhigende, juck- reizlindernde und kühlende Eigenschaften. Daher ist es gerade für empfindliche oder (Sonnen-) strapazierte Haut sehr gut geeignet. Auch das B-Vitamin Panthenol ist im Sommer sehr gefragt. Es penetriert leicht in das Stratum corneum und versorgt so die Haut mit Feuchtigkeit. Zudem stärkt es nachweislich die Hautbarriere, mindert Juckreiz, wirkt entzündungshemmend und lindert Hautrötungen. Darüber hinaus trägt es zur Neu- bildung der Zellen bei und fördert so die Regeneration der Haut.

Auch von innen pflegen
Neben den beschriebenen Maßnahmen sollte die Haut auch von innen gepflegt werden. Im Sommer bedeutet dies vor allem, viel Wasser zu trinken, denn viel Flüssigkeit unterstützt die natürliche Regeneration der Haut. Darüber hinaus sollten Antioxidantien, wie Vitamin C ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei muss nicht gleich in die Zitrone gebissen werden. Auch Tomaten oder Paprika, gerade aus regio- nalen Anbaugebieten, liefern einen hohen Anteil an Vitamin C. Aber auch sogenannte Nutraceuticals können die Sommer- haut von innen stärken. So unterstützen beispielsweise orale Kollagen-Peptide nachweislich die dermalen Strukturen und wirken einem umweltinduzierten Kollagenabbau entgegen.

Autorin: Dr. phil. Meike Streker, Kosmetikwissenschaftlerin, ist seit fast 10 Jahren Dozentin im Fachbereich Kosmetikwissenschaft der Universität Hamburg und berät seit 2013 die Kosmetik- und Pharmaindustrie im wissenschaftlichen Bereich.

Quelle: kosmetik & pflege Fachmagazin 3/2020

 

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