aloe 2163120 1920

Die Aloe Barbadensis Miller, eine Lilienart, ist seit über 6000 Jahren als Heilpflanze bekannt und geschätzt. Was ist drin und dran an diesem Heilmittel aus der Natur, dem auch heute noch so viele Fähigkeiten zugeschrieben werden?

Es existieren Aufzeichnungen aus dem 4. Jahrtausend vor Christus, in denen die Ägypter die Verwendung der Aloe beschreiben. Sie nannten sie die „Pflanze der Unsterblichkeit“ und das „Blut der Götter“. Auch die Griechen schätzten sie als Heilpflanze. Über die Jahrhunderte wurde die Aloe Vera zu verschiedensten kosmetischen und medizinischen Zwecken verwendet, und ihre zahlreichen Wirkungen waren legendär. So wurde die Aloe Vera von der heiligen Hildegard von Bingen eingesetzt, um Entzündungen entgegenzuwirken oder von Paracelsus und Lonicerus als Mittel zur Reinigung von Magen, Leber und Milz geschätzt. Die Einnahme von Aloe Vera Saft als stuhlregulierendes oder darmberuhigendes Medikament war weit verbreitet. Aber auch die äußere Anwendung der Heilpflanze erfreute sich großer Beliebtheit.


Eine außergewöhnliche Wirkstoffkombination
Heute zählt Mexiko zu den größten Anbaugebieten. Die Maya setzen die Aloe Vera noch immer mit einer Schamanin gleich und sind überzeugt, dass die heilenden Eigenschaften auch auf die Seele der Pflanze zurückzuführen sind. Wissenschaftler konnten in den Aloe Vera Blättern inzwischen mehr als 200 Inhaltsstoffe nachweisen. Dabei ist zu bedenken, dass die Wirkkraft nicht einfach auf die einzelnen Inhaltsstoffe, sondern vielmehr auf die außergewöhnliche Wirkstoffkombination zurückzuführen ist. Es ist das Zusammenspiel zwischen Mono- und Polysacchariden (Einfach- und Mehrfachzucker), essentiellen Aminosäuren, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen usw., die entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, antioxidativ wirken und Heilungsprozesse unterstützen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Aloe Vera in ihrer natürlichen Komposition physiologisch den meisten Nutzen bringt.


Umso besser die Qualität, desto intensiver die Wirkung

Ein messbares Qualitätskriterium ihrer Wirksamkeit ist der Gehalt an Aloverose. Das Molekül ist nur im Gel der Aloe Barbadensis Miller enthalten. Je höher der Aloverose-Gehalt, desto höher ist der Anteil an leistungsfähigen Vitalstoffen und umso intensiver ist die Wirkung auf die Haut. Das wurde in vergleichenden Studien festgestellt. Das Ziel in Anbau und Verarbeitung ist daher ein möglichst hoher Gehalt der Aloverose im Aloe Vera Saft. Santaverde zum Beispiel garantiert einen Mindestgehalt an Aloverose von 1.200 mg pro Liter. Durch den biologischen Anbau wird der Pflanze ihre natürliche Wachstumszeit gewährt. So kann sie alle wertvollen Wirkstoffe über Jahre hinweg anreichern. Ein schnelleres Wachstum durch synthetische Dünger regt die Pflanze an, schnell große Wassermengen aufzunehmen. Damit ist der Ertrag zwar größer, aber das Verhältnis der Wirkstoffe zum Wassergehalt nimmt ab. In Testreihen wurde festgestellt, dass die Aloe Vera aus Andalusien einen hohen Aloverose-Gehalt aufweist. Durch die jahreszeitlich bedingten Temperaturdifferenzen von Sommer und Winter sind die Pflanzen einem positiven Stressreiz ausgesetzt. So werden sie angeregt, mehr lebenswichtige Inhaltsstoffe zu speichern. Das Aloe Vera Gel im Inneren der hartschaligen Blätter ist der Wirkstoffspeicher der Pflanze. Um die Wirkstoffvielfalt zu erhalten, sollte das wertvolle Gel per Hand aus der Blattschale gelöst werden. Diese Methode ist zwar aufwändig, erhält jedoch alle Wirkstoffe. So kann vermieden werden, dass Bestandteile der Blattschale in nachträglichen Verarbeitungsprozessen herausgefiltert werden müssen und dabei möglicherweise wichtige Wirkstoffe verloren gehen.

Kosmetikrezepturen

Reiner Saft aus dem Blattinneren, dem Aloe Vera Gel, unterstützt den natürlichen Prozess der Regeneration und stellt für junge Hautzellen ein großes Nährstoffreservoir dar. Normalerweise nimmt Wasser bei Cremes und Lotionen den größten Anteil ein. Wird dieser Wasseranteil durch reinen Aloe Vera Direktsaft ersetzt und bildet so den Hauptbestandteil von Kosmetikprodukten, kann die Aloe Vera ihre volle Wirkung auf der Haut entfalten. Wenn der Inhaltsstoff Aloe Vera jedoch lediglich in geringen Konzentrationen eingesetzt wird, meist auch aus hochverarbeiteten Konzentraten hergestellt, kann die Pflanze ihre Leistung nicht erbringen. Das wichtigste Erkennungsmerkmal anhand einer Aloe Vera Kosmetikverpackung ist, dass nur bei Verwendung des reinen Aloe Vera Saftes in ausreichender Menge „Aloe Barbadensis Leaf Juice“ an erster Stelle der INCI stehen darf. Wenn es sich um ein Konzentrat handelt, steht dort „Wasser/Aqua“ ganz oben und erst viel später findet man „Aloe Vera Powder“ oder „Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder“. Je weiter hinten der Inhaltsstoff Aloe aufgeführt ist, umso weniger ist er enthalten. Zudem ist ein weiteres Qualitätsmerkmal der biologische Anbau, der bei den Herstellern, die biologisch anbauen, meist durch ein Sternchen und den Hinweis „aus kontrolliert biologischen Anbau“ gekennzeichnet ist. Das alles gilt natürlich nur, wenn der Hersteller so deklariert wie es die Kosmetikverordnung verlangt.

Autorin:
Sabine Beer gründete 1987 die Santaverde GmbH mit Sitz in Hamburg und Estepona, Spanien. Die Basis des Unternehmens ist der kontrolliert biologische Anbau und die direkte Verarbeitung der Aloe Vera Pflanzen.

 

Kontaktadresse

  • spa business verlag GmbH,
    Im alten Schulhaus, Hauptstraße 44,
    D - 73105 Dürnau
     
  • Tel.: +49(0) 71 64 - 14 71 61
    Fax: +49(0) 71 64 - 14 72 15


Impressum / Datenschutzerklärung / Disclaimber

Template Settings

Color

For each color, the params below will be given default values
Blue Oranges Red

Body

Background Color
Text Color

Header

Background Color

Spotlight3

Background Color

Spotlight4

Background Color

Spotlight5

Background Color

Footer

Select menu
Google Font
Body Font-size
Body Font-family
Direction