AdobeStock 64721334


Bei Gesichtsbehandlungen spielen Masken wie Packungen eine wichtige Rolle. Richtig eingesetzt liefern sie sichtbare Resultate und das kommt nicht nur den Kunden zugute, sondern auch dem Institut. 

Masken verändern nach dem Auftragen häufig ihren Zustand. Sie können aushärten oder zunächst fest sein und dann warm oder durch Befeuchtung der Haut gelartig werden. Außerdem sind Masken okklusiv (schließen die Haut gegenüber der Luft ab) und haben häufig auch deswegen innerhalb einer Gesichtsbehandlung eine große Bedeutung. Modellagen nehmen unter den Masken eine besondere Stellung ein. Sie enthalten als Basis oftmals Kaolin, Gips, Bentonit oder wärmefördernde Kristalle, wodurch eine Temperatur bis 45° C entsteht. Die Poren erweitern sich, die Haut wird durchblutet und die vorher aufgebrachten Wirkstoffe können tiefer eindringen. Modellagen werden gerne für Anti-Aging-Behandlungen verwendet. Bei ausgeprägter Couperose sollte man besser darauf verzichten. 

 

Von warm bis härtend 

 

Paraffinmasken aus Mineralwachs (Hartparaffine) stellen eine weitere Variante der erwärmenden Masken dar. Sie werden als festes Produkt geliefert und vor der Behandlung in einem speziellen Behälter geschmolzen. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 50° C und 62° C, weshalb man bei der Verwendung besonders vorsichtig sein sollte. Im Gesicht wird erst ein Wirkstoff (z. B. Ampulle/Serum) aufgetragen, darüber kommt eine Vliesgrundlage und erst dann streicht man mit einem Pinsel das warme Paraffin auf. Auch hier wird durch den okkludierenden Effekt ein Temperaturanstieg auf der Haut und somit ein tieferes Eindringen des vorher aufgetragenen Wirkstoffes gewünscht. Feste Masken hingegen gibt es in der Regel als Pulver. Kurz vor dem Gebrauch werden sie mit Wasser oder einem wässrigen Wirkstoff angerührt. So entsteht ein pastöser Brei, der möglichst zügig aufgetragen werden muss. Aufgrund der Wärme der Haut verdunstet der flüssige Teil und die Maske härtet aus. Dadurch wirkt das Produkt absorbierend und austrocknend. Diese Form wird häufig mit Milchton, Mandelkleie, Hafermehl oder Mineralien angeboten und eignet sich für irritierte Haut sowie zur Beruhigung nach intensivem Ausreinigen (z. B. bei Akne).

Von Film bis Vlies Filmmasken bestehen meistens aus streichfähigen hydrophilen Gelen (Cellulosederivate) und werden entweder schon fertig geliefert oder aber ebenfalls vor der Behandlung angerührt. Nach der Einwirkzeit ist das Produkt fest und kann abgerubbelt oder abgezogen werden. So lösen sich Verhornungen, weshalb diese Form gerne als Reinigungsmaske angeboten wird. Mit dem Zusatz von Aloe oder Algen hat sie zudem einen kühlenden und häufig beruhigenden Effekt, somit ist sie ideal um Hauttypen wie etwa Couperose oder gereizte Haut während bzw. am Ende einer Behandlung zu beruhigen. 

Vliesmasken sind als fertige Produkte erhältlich. Die Basis bilden oft kollagene Fasern oder auch Algenderivate, die durch Gefriertrocknung zu einem Vlies gepresst werden. Viele Firmen bieten diese Matrix fertig zugeschnitten an. Sie können mit weiteren Wirkstoffen angereichert werden (z. B. Vitamine, NMF usw.). Das Vlies wird auf das Gesicht aufgelegt, dann mit einem getränkten Schwämmchen angefeuchtet. Durch die Zufuhr von Wasser bildet sich eine gelartige Maske, die einen kühlenden und hydratisierenden Effekt hat. Um die Zeit während des Aushärtens bzw. Einwirkens einer Maske gewinnbringend zu nutzen, kann man Zusatzbehandlungen anbieten. So ist ein schönes Handtreatment mit Massage und Peeling eine hervorragende Ergänzung. Das bringt dem Kunden einen weiteren Behandlungserfolg und dem Institut zusätzliche Einnahmen. Am besten gleich als Paket anbieten oder schon bei der Buchung auf diesen besonderen Service hinweisen. 

 

Von weich bis kühlend

 

Packungen hingegen sind weich, eher kühl auf der Haut und durchlässig für Wärme, Feuchtigkeit sowie Gase. Sie setzen die Hautfunktionen herab und wirken mildernd auf Rötungen, weshalb sie bei Behandlungen gerne als Abschluss zur Beruhigung aufgetragen werden. Grundlage sind häufig Breipackungen, deren Wirkung mittels Heilerde, Meeresschlick, Moor, Kieselgel und Kräuterextrakten eher beruhigend ist. Packungen können neben entzündungshemmenden, auch feuchtigkeitsbindende, erfrischende und mit anregenden Stoffen auch leicht durchblutende Wirkungen erzielen. In den meisten Fällen handelt es sich um fertige Produkte, die für die Kabine in größeren und für die Kosmetikerin preiswerteren Gebinden angeboten werden. Eine weitere Form der Packungen sind Cremepackungen, die es sowohl als W/Ö- als auch Ö/W-Emulsionen gibt. Sie wirken zunächst wie eine reichhaltigere Creme, haben aber durch ihre Zusammensetzungen eine sehr gute Absorbtionskraft. Die Hornschicht wird hydratisiert, geglättet und die Haut wirkt zarter. Deshalb eignen sich diese Produkte auch gut für Kurzbehandlungen (Reinigung, Peeling, Ampulle, Packung), die einen schnellen Erholungseffekt bringen sollen. Im normalen Behandlungsablauf wird die Packung entweder vor der Massage (Gelpackungen, ansonsten zu fettig) oder als Abschluss mit dem Pinsel aufgetragen. Dann wird sie nach der Einwirkzeit mit feucht-warmen Kompressen oder der Überschuss gar nur mit einem Tissue entfernt. Masken und Packungen können äußerst individuell eingesetzt werden und versorgen die Kundin immer mit einem Pflegeplus.

 

Autorin Silke Kaja, Drogistin und Kosmetikerin, ist seit über 30 Jahren in der Kosmetikbranche tätig. Ihre Spezialgebiete sind die Kosmetikerinnen-Ausbildung und pharmazeutisch-medizinische Themen. 

Kontaktadresse

  • spa business verlag GmbH,
    Im alten Schulhaus, Hauptstraße 44,
    D - 73105 Dürnau
     
  • Tel.: +49(0) 71 64 - 14 71 61
    Fax: +49(0) 71 64 - 14 72 15


Impressum / Datenschutzerklärung / Disclaimber

Template Settings

Color

For each color, the params below will be given default values
Blue Oranges Red

Body

Background Color
Text Color

Header

Background Color

Spotlight3

Background Color

Spotlight4

Background Color

Spotlight5

Background Color

Footer

Select menu
Google Font
Body Font-size
Body Font-family
Direction