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Auch beim Kauf einer Mausfalle in einem Onlineshop verlassen sich Käufer offenkundig auf die Bewertung anderer Kunden. „Zwei Mäuse sauber gefangen“, heißt es da in einer mit fünf Sternen versehenen Produktbewertung, „ging schnell“. Simone Vintz von der Stiftung Warentest wird bei derlei Lob skeptisch. Tatsächlich würde wohl kaum ein Kunde eine Mausfalle von sich aus bewerten.

Deshalb hat die Projektleiterin der Zeitschrift Test verdeckt recherchiert, ob bei den Bewertungen auch gemogelt wird – und wurde schnell fündig. Spezialisierte Agenturen bieten Rezensionen zum Kauf an. Bei sieben haben Mitarbeiter der Stiftung als verdeckte Ermittler Bewertungen geschrieben. 42-mal würdigten die Tester unterschiedliche Produkte vom Kopfhörer über Perücken, Lichterketten und Datingvermittler bis hin zu Mausfallen.

Ergebnis: Es wird kräftig gemogelt. Bei zwei von drei Rezensionen mischten sich die Agenturen ein. Bei jeder vierten Bewertung bestanden sie auf die Vergabe von vier oder fünf Sternen. „In 21 Prozent der Fälle durften wir die Ware nicht einmal ausprobieren“, hieß es im aktuellen Test-Heft. Von den sieben Agenturen arbeiten demnach nur zwei sauber.

Seriöse Portale haben eigene Algorithmen entwickelt, um gefälschte Bewertung zu finden. Das gelingt aber nicht in jedem Falle, wie Vintz bemerkt. „Sie wollen ja, aber es klappt halt nicht“, sagt die Expertin. Drei Seiten spielen bei den Schummeleien mit. Am Ende stehen die nebenberuflichen Tester, die mit den Agenturen mit Aufträgen versehen werden. Der Stiftung boten sie mal einen US-Cent pro Bewertung an, mal durfte sie die Produkte behalten oder günstiger erwerben.

Reich werden mit diesem Geschäft dagegen die Agenturen. Sie verlangender Untersuchung zufolge rund 10 Eure pro Bewertung. Die Stiftung trat in einem Fall auch selbst als Kunde der Agenturen auf. Ein Unternehmer bestellte für sie bei vier Agenturen 120 gute Bewertungen. „Sie können bei uns problemlos Höchstbewertungen für ihr Google-Profil kaufen“, antwortete ein Anbieter unverhüllt.

Die Manipulationen haben verschiedene Methoden: Erstens gebe es klare Anweisungen, das Produkt mit fünf Sternen auszuzeichnen. Der zweite Trick ist, ihnen nur ein Foto zukommen zu lassen und auf positiver Merkmale des Produkts hinzuweisen. Druck aufzubauen gehört auch zum Repertoire. Dabei ploppte bei einer nicht so guten Bewertung in roter Farbe die Frage auf, ob man sich mit der Bewertung sicher sei.

Die Stifung Warentest rät: „Lesen Sie lieber die negativen Krtiken und suchen Sie nach Übereinstimmungen.“ Auch ein Klick auf das Profil des Rezensenten kann helfen. „Wer immer fünf Sterne vergibt oder in einer Woche zehn Handy bewertet, ist sehr wahrscheinlich kein normaler Verbraucher“, warnen die Experten.

Quelle: taz, 24.06.20

 

 

Dicke Giraffen oder Eichhörnchen mit Kugelbauch gibt es nicht. Mit Übergewicht haben Wildtiere kein Problem - Menschen dagegen schon. Wenn im Alter ein paar Kilogramm dazukommen, ist das in Ordnung. Doch immer mehr Menschen nehmen schon in jungen Jahren zu, schreibt das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" in seiner aktuellen Ausgabe.

Nahrung ist jederzeit und überall verfügbar

Das Regelwerk, das auch Wildtiere schlank hält, scheint bei vielen Menschen aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. "Die unbewusste Gewichtskontrolle klappt nicht mehr, wenn Menschen in einer veränderten Umwelt leben, in der Nahrung rund um die Uhr unbegrenzt verfügbar ist", erklärt Professorin Dr. Dr. Anja Bosy-Westphal, Ernährungswissenschaftlerin und Ernährungsmedizinerin von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Essgewohnheiten in kleinen Schritten ändern

Essen neben den Hauptmahlzeiten und bis spät in den Abend, oft ohne hungrig zu sein, sowie zu wenig Bewegung sind unter den Hauptursachen für die unnötigen Pfunde. Die Folge ist ein ständig hoher Insulinspiegel, der die natürliche Steuerung aus dem Gleichgewicht bringt und uns zunehmen lässt. Die gute Nachricht: Jeder kann seine Essgewohnheiten in kleinen Schritten ändern und so den Einstieg in eine gesündere Ernährung finden.

Der aktuelle "Diabetes Ratgeber" liefert in seiner Titelgeschichte "Mein Weg zum Wohlfühlgewicht" Tipps wie Menschen sich richtig ernähren können und zu ihrem Wunschgewicht finden.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell, 04.06.2020; Bild: pasja1000 auf Pixabay

 


Volle und glänzende Haare sind weltweit ein Schönheitsideal. Viele Menschen allerdings haben mit dünnen Haaren zu kämpfen, Diabetiker klagen zudem oft über trockene Kopfhaut. Was tun? "Waschen nur im Schongang", rät Friseurin Andrea Hecker aus München im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Und gerade für Menschen mit Diabetes gilt: nicht zu oft die Haare waschen.


Ein- bis zweimal pro Woche ist ausreichend

Um die Haare möglichst schonend zu waschen, sollte das Shampoo auf das angefeuchtete Haar aufgetragen werden und nach kurzer Einwirkzeit lange ausgespült werden. Gut für Haare und Kopfhaut ist zudem ein kalter Guss zum Abschluss der Haarwäsche. Danach sollte der Kopf mit einem Handtuch sanft trockengetupft werden - ohne Rubbeln. Ein- bis zweimal pro Woche die Haare zu waschen reicht übrigens völlig aus. "Die Kopfhaut ist von einem leichten Film aus Fett und Feuchtigkeit überzogen, der sie schützt", erklärt Apothekerin Tatjana Buck aus Bad Saulgau. Zu häufiges Haarewaschen entfernt diesen wichtigen Schutzfilm. Apothekerin Buck empfiehlt zudem, die Haare bei der Wäsche nur einmal zu schamponieren.

Der aktuelle "Diabetes Ratgeber" gibt viele weitere Tipps zu Pflege, Schnitt und Styling der Haare, etwa zu Inhaltsstoffen bei Shampoos, zur Anwendung von Spülung oder zur Wahl der richtigen Frisur.

Quelle:  Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell, 18.06.2020

 

 

Nach einem Sonnenbad tauchen an Armen oder Dekolleté Quaddeln auf der Haut auf und es juckt. Die "polymorphe Lichtdermatose" ist die häufigste Lichterkrankung, schreibt der "Diabetes Ratgeber" in seiner aktuellen Ausgabe. Die Beschwerden entstehen dabei durch eine komplexe Immunreaktion der Haut.

Nur kurz in die Sonne

Um ihr vorzubeugen, empfiehlt Apothekerin Carola Bley aus Dormagen im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber", zunächst immer nur kurz in die Sonne zu gehen und die Zeit nur langsam zu steigern. Unbedeckte Hautstellen sollten mit Sonnenprodukten geschützt werden. Diese sollten das gesamte UV-Spektrum umfassen und frei von Auslösern wie Fetten, Emulgatoren oder Parfüm sein. Geeignete Mittel enthalten Juckreiz- sowie entzündungshemmende Inhaltsstoffe.

Fettfreie Lotionen helfen

Juckreiz und Ausschlag lindern feuchtkalte Wickel, zum Beispiel mit grünem Tee aus der Apotheke. Dort sind auch fettfreie kühlende Lotionen oder spezielle Kortisonpräparate erhältlich.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell, 08.06.2020; Bild: silviarita auf Pixabay

Unter 30-Jährige sind gestresster als der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer und leiden unter einer Reihe von Beschwerden, die bei dieser Altersgruppe stärker ausgeprägt sind als im Schnitt: Dauer-Müdigkeit und Erschöpfung plagen die Jüngeren unter 30 überdurchschnittlich häufig. Dies sind Ergebnisse der Studie "Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020" der pronova BKK, für die 1.875 Arbeitnehmer befragt wurden.

Der Befragung zufolge fühlen sich 93 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter 30 Jahren im Job gestresst. Im Durchschnitt aller Beschäftigten sind es nur 86 Prozent, die von stressauslösenden Faktoren in ihrem Arbeitsalltag berichten. Rund ein Viertel der unter 30-Jährigen leidet oft unter Grübeln, anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung sowie innerer Anspannung. Im Durchschnitt aller Altersgruppen kämpfen nur rund ein Fünftel der Beschäftigten mit derartigen Beschwerden. 23 Prozent der jüngeren Arbeitnehmer sind oft lustlos, im bundesweiten Schnitt betrifft das nur 16 Prozent der Beschäftigten.

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer eins, 24 Prozent der Arbeitnehmer sind davon betroffen. Jüngere Arbeitnehmer leiden fast genauso häufig darunter: 23 Prozent von ihnen tut oft der Rücken weh. Insgesamt ist nur rund ein Viertel der Beschäftigten unter 30 in der Regel beschwerdefrei, im bundesweiten Schnitt sind dies immerhin 42 Prozent.

Unter Druck im Krankheitsfall

Im Krankheitsfall fühlen sich die jüngeren Arbeitnehmer stärker unter Druck als ihre älteren Kollegen: Knapp ein Drittel der unter 30-Jährigen hat das Gefühl, bei Arbeitsunfähigkeit bei Vorgesetzten als Simulant zu gelten. Insgesamt wird dies nur von einem Viertel aller Beschäftigten angegeben. Hier spielt auch der Arbeitgeber eine wichtige Rolle - 23 Prozent der unter 30-Jährigen haben schon erlebt, dass ihnen unzulässige Fragen gestellt wurden, etwa nach dem Grund der Erkrankung. 18 Prozent berichten, dass von ihnen auch im Krankheitsfall erwartet werde, per Telefon oder E-Mail erreichbar zu sein. 15 Prozent wurden nach Rückkehr an den Arbeitsplatz wegen ihrer Fehlzeiten unter Druck gesetzt. Insgesamt sieht sich mehr als jede/r Zweite unter 30 mit unangemessenen Fragen oder Erwartungen konfrontiert, im Bundesschnitt sind es nur 42 Prozent.

Dünnhäutiger bei Stress

Wie die Studie zeigt, beurteilen jüngere Arbeitnehmende ihre gesundheitliche Verfassung nicht besser als die der älteren Kollegen. "Unsere Studie zeigt: Das subjektive Wohlbefinden jüngerer Beschäftigter lässt zu wünschen übrig", sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarztbei der pronova BKK. "Jüngere Arbeitnehmer sind anfälliger für Stress. Ältere, erfahrene Mitarbeiter haben häufiger wirkungsvolle Strategien für sich entwickelt, wie sie mit Stress umgehen und sind in dieser Hinsicht resistenter."

Interesse an gesunder Ernährung und Sport

Insgesamt ist das Interesse der unter 30-Jährigen an Unternehmensangeboten zur Gesundheitsförderung überdurchschnittlich groß. "Ganz offensichtlich wollen die jüngeren Beschäftigten aktiv an ihrem Wohlergehen arbeiten und nehmen Gesundheitsangebote gut an", sagt Herold. "Das ist auch ein Signal an Unternehmen, an der betrieblichen Gesundheitsförderung zu arbeiten." Die Jüngeren legen der Studie zufolge besonders großen Wert auf Angebote, die mit Bewegung und Ernährung zu tun haben. So schätzen 69 Prozent gesunde Mahlzeiten aus der Kantine und 61 Prozent eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft - damit ist das Interesse der Jüngeren an diesen Angeboten jeweils zehn Prozentpunkte größer als im Schnitt aller Beschäftigten.

Zur Studie

Die Studie "Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020" wurde im Januar und Februar 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit wurden 1.875 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.

Quelle: pronova BKK, übermittelt durch news aktuell, 10.06.2020; Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

 

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